Berlin-Senat

„Keine Akten“ zum Krisentag: Affäre um Kai Wegner wirft Grundsatzfragen zum Staatsversagen auf

Wegners Schweigen zum Krisentag wird für die CDU gefährlich. Es gibt keine Akten zu seinem Handeln beim Berlin-Blackout. In seiner Partei wächst der Unmut.

Giffey und Wegner im Abgeordnetenhaus-Plenum.

Giffey und Wegner im Abgeordnetenhaus-Plenum.

© Sebastian Gollnow

Viele politische Affären beginnen mit einem Knall. Es gibt aber auch jene Verwerfungen, die sich wie ein langsam wachsender Riss durch das Fundament einer Regierung ziehen. Die Causa Kai Wegner gehört zur zweiten Kategorie – und sie wird mit jeder Woche, in der die Senatskanzlei mauert, gefährlicher für den mehr schlecht als recht regierenden Bürgermeister. Nicht für ihn allein. Auch für die Stadt ist diese Affäre gefährlich, denn sie hat ein Anrecht darauf, zu erfahren, was ihr oberster Repräsentant am Tag des schwersten Stromausfalls seit Ende des Zweiten Weltkriegs eigentlich getan hat.

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