Der direkt verwandelte Eckball von Baris Atik in der 56. Minute mit Ansage zum zwischenzeitlichen 3:0 untermauerte den starken Auftritt des 1. FC Magdeburg am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel. Dank des am Ende erzielten 3:1-Auswärtssieges war für die Mannschaft von Trainer Petrik Sander der vorzeitige Klassenerhalt so gut wie gesichert. Dem machte aber Party-Crasher Eintracht Braunschweig einen Strich durch die Rechnung. Der Konkurrent im Abstiegskampf sorgte zeitgleich zuhause gegen die SG Dynamo Dresden für einen 2:1-Sieg, so dass der FCM zum Abschluss des 33. Spieltages auf die Konkurrenz schauen muss.
Da Fortuna Düsseldorf überraschend Aufstiegsaspirant SV Elversberg mit 3:1 besiegte, haben die Magdeburger ihren Klassenerhalt noch nicht ganz gesichert, auch wenn sie drei Punkte Abstand zum Relegationsplatz haben. Somit werden sie sich im Saisonfinale am kommenden Sonntag zuhause gegen 1. FC Kaiserslautern (17. Mai, 15.30 Uhr) vor den heimischen Fans noch einmal voll reinhängen, um den Kassenverbleib aus eigener Kraft zu schaffen.
Atik flackst, er macht die Ecke rein
Ihren Beitrag zum Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands hat die Sander-Truppe am Tag zuvor in Schleswig-Holstein jedenfalls souverän erfüllt. Nachdem Kiel in der ersten Halbzeit die Spielkontrolle besaß, aber ungefährlich im Abschluss blieb, schlug der FCM in den Schlussminuten des ersten Abschnittes eiskalt zu. Jean Hugonet stand nach einem verunglückten Abschluss Dariusz Stalmachs goldrichtig und drückte das Leder über die Linie (40.). Letzterer köpfte wenig später nach einer Atik-Flanke zum 2:0-Pausenstand für die Gäste ein (45.+2).
Dann kam die bereits erwähnte 56. Minute, über die Magdeburgs Spielmacher Atik nach seinem erfolgreichen Ausgang, als der Ball im langen Bogen im Brauschweiger Gehäuse zappelte, lange lachen musste. „Vor dem Eckball habe ich noch zu den Wechselspielern von Braunschweig gesagt, ich versuch es direkt. Das war halt mit Ansage. Ich war so glücklich darüber, als es dann geklappt hat“, gab Batik die Szenerie Im Interview mit SkySport wieder. Der Anschlusstreffer der Eintracht zum 3:1-Endstand in der Nachspielzeit fiel dann auch nicht mehr ins Gewicht. Vielmehr schielte man auf den Ausgang in Braunschweig. Nach dem Sieg der Eintracht gegen die Sachsen war dann zumindest gewiss, dass man bei Siegen der Konkurrenz im Abstiegskampf nur noch bis auf den Relegationsplatz abrutschen kann.
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Der Coach zieht den Hut vor der Mannschaft
Magdeburgs Coach Sander wollte von irgendwelchen Rechnereien nach der starken Vorstellung seiner Mannschaft aber erst einmal gar nichts wissen. „Ich muss vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Es ist keine Selbstverständlichkeit in so einer Situation so souverän aufzutreten, die Tore zu erzielen und das Spiel zu kontrollieren“, meinte der Trainer gegenüber SkySport. „Wir sind froh, dass wir es immer noch in der eigenen Hand haben.“
Zu seinem Ausnahmespieler Atik meinte Sander noch: „Einen Spieler wie Baris Atik in den eigenen Reihen zu haben, stärkt alle. Was er der Mannschaft an Input gibt, ist schon beachtlich. Er ist grundpositiv und will immer gewinnen.“
Batik und seine Teamkollegen müssen am kommenden Sonntag in der eigenen Avnet Arena gegen Kaiserslautern dann noch einmal Vollgas geben, um sich mit einem Sieg und den dann hoffentlich geschafften Klassenerhalt von ihren Fans gebührend aus der Saison zu verabschieden.
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