Der Iran hat seine Antwort auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges übermittelt. Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Quelle berichtete, übergab Teheran seine Position an die Vermittler in Pakistan. Die aktuelle Verhandlungsphase konzentriere sich ausschließlich auf „eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Region“, hieß es weiter.
Pakistan hatte eine Waffenruhe zwischen Teheran und Washington vermittelt, die am 8. April begann. Anschließende Gespräche in Islamabad führten jedoch nicht zu einem Durchbruch. Inhaltliche Details der iranischen Antwort wurden zunächst nicht bekannt.
US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Beitrag auf Truth Social, er habe „soeben die Antwort der sogenannten ‚Vertreter‘ des Iran gelesen. Sie gefällt mir nicht – völlig inakzeptabel“. In einem weiteren Post warf er dem Iran vor, „seit langem Spielchen mit den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt“ zu spielen.
Bericht: Iran und USA verhandeln über kurzfristiges Abkommen
Die New York Times berichtete unter Berufung auf iranische Beamte, dass die USA und der Iran zunächst ein kurzfristiges Abkommen anstreben. Eine Möglichkeit sei demnach, die Feindseligkeiten für weitere 30 Tage zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Während dieser Zeit würden die beiden Länder versuchen, eine umfassende Vereinbarung zu erzielen.
Das US-Portal Axios hatte am Mittwoch unter Berufung auf zwei US-Beamte und zwei weitere Quellen berichtet, dass das einseitige, 14 Punkte umfassende Memorandum Bedingungen wie die Aufhebung von US-Sanktionen, ein Aussetzen der iranischen Urananreicherung und freien Verkehr durch die Straße von Hormus umfasst. Ein hochrangiges Mitglied des iranischen Parlaments hatte das Papier zuvor als „Wunschliste“ abgetan, wie BBC berichtet.
Trump drohte mit neuen Angriffen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian schrieb am Sonntag in einem Beitrag auf X, der Iran werde „niemals vor dem Feind den Kopf beugen“. Er fügte hinzu: „Wenn von Dialog oder Verhandlungen die Rede ist, bedeutet das keineswegs Kapitulation oder Rückzug.“ Es gehe darum, „die Rechte der iranischen Nation zu wahren“.
US-Präsident Donald Trump hatte laut BBC in der vergangenen Woche erklärt, der Krieg werde „schnell vorbei sein“. Auf seiner Plattform Truth Social drohte er am Mittwoch mit erneuten Bombardierungen in „weitaus größerer Intensität“, falls Teheran keinem Abkommen zustimme.
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