Energie

Trotz Ausstiegsplan: EU importiert mehr russisches Yamal-LNG als jemals zuvor

Trotz des geplanten LNG-Aus ab 2027 importiert die EU Rekordmengen aus Russlands Yamal-Anlage. Europa bleibt laut Umweltschützern logistisches Rückgrat des Projekts.

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Die EU importiert nach wie vor große Mengen LNG aus der russischen Anlage Yamal in der Arktis.

Die EU importiert nach wie vor große Mengen LNG aus der russischen Anlage Yamal in der Arktis.

© Novatek

Trotz des geplanten Ausstiegs ab 2027 importiert die EU derzeit mehr LNG aus Russlands Yamal-Anlage als jemals zuvor seit Beginn der Exporte 2017. Das berichtet der Umweltschutzverein Urgewald nach Auswertung von Schiffsdaten des Analyseunternehmens Kpler.

Demnach erhielt die EU zwischen Januar und April 91 Lieferungen aus Yamal, was 98 Prozent aller LNG-Exporte der Anlage entsprach. Die Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,2 Prozent von 5,71 auf 6,69 Millionen Tonnen Flüssigerdgas. Allein im April importierte die EU 22 Yamal-Ladungen mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Tonnen. Urgewald schätzt den Marktwert der Lieferungen seit Jahresbeginn auf rund 3,9 Milliarden Euro.

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