Draußen werden die Maitage schöner, der gefürchtete Wahl-Herbst scheint noch fern, und lange schien auch das diesjährige Theatertreffen am Sonntag so jenseits aller Kulturkämpfe zu enden, wie es am 1. Mai begonnen hatte. Da hisste der Festspiele-Intendant Matthias Pees in seiner Eröffnungsrede das Wort „Gelassenheit“ wie eine Art Souveränitätsflagge über der Kunst, wofür man angesichts der fluktuierenden Kulturpolitik in Bund und Stadt durchaus dankbar war.
Und dann entfaltete sich über 14 Tage und neun Gastspiele – das zehnte und tollste von allen, Florentina Holzingers „A Year without Summer“, kann erst im Oktober gezeigt werden – ein Theaterjahrgang, der zwar wenig spektakulär, aber in sich doch höchst widersprüchlich war.
Festival
Von rosa Belanglosigkeit rutscht das Theatertreffen direkt in die Wurstfalle
Das Theatertreffen zeigt einen durchwachsenen Jahrgang. Es endet mit einer politischen Wursterei sowie einigen verpassten Chancen. Der Rückblick.
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„Die Welt im Rücken“ in einer Inszenierung von Lucia Bihler aus Stuttgart: Paulina Alpen spielt hier Thomas Melle.
© Julian Baumann
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