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Kuba: CIA-Chef Ratcliffe zu Gesprächen in Havanna

CIA-Chef John Ratcliffe ist nach Kuba gereist. Er signalisiert Verhandlungsbereitschaft der USA – wenn Havanna „grundlegende Veränderungen“ vornehme.

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CIA-Direktor John Ratcliffe

CIA-Direktor John Ratcliffe

© Saul Loeb/AFP

Inmitten einer schweren Energiekrise auf Kuba ist der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, am Donnerstag mit einer US-Delegation nach Havanna gereist, wie der Sender CNN berichtet. In einem X-Beitrag veröffentlichte die CIA Fotos von Ratcliffes Treffen mit kubanischen Beamten.

Ein CIA-Vertreter erklärte dem Sender NBC News, Ratcliffe habe sich mit dem kubanischen Innenminister, dem Chef des kubanischen Geheimdienstes und Raúl Rodríguez Castro getroffen, einem Regierungsbeamten und Enkel des ehemaligen Präsidenten Raúl Castro.

Ratcliffe sei nach Kuba gereist, „um persönlich die Botschaft von Präsident Trump zu überbringen, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, sich ernsthaft mit Wirtschafts- und Sicherheitsfragen auseinanderzusetzen, aber nur, wenn Kuba grundlegende Veränderungen vornimmt“, sagte der CIA-Vertreter laut NBC.

Kuba erklärte dem Bericht zufolge, es gebe keine „legitimen Gründe, es auf die Liste der Länder zu setzen, die angeblich Terrorismus unterstützen“. Die Biden-Regierung hatte Kuba laut NBC von der Liste staatlicher Sponsoren von Terrorismus gestrichen, US-Präsident Donald Trump setzte die Einstufung jedoch wieder in Kraft. Kuba habe Informationen geteilt, durch die nachgewiesen werden könne, „dass Kuba keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellt“, hieß es.

USA bieten 100 Millionen Dollar humanitäre Hilfe an

Stromausfälle in Kuba haben sich laut Reuters seit Januar verschärft, als die USA mit Strafzöllen gegen Staaten drohten, die Kuba mit Öl beliefern. Seitdem hätten dem Bericht zufolge weder Mexiko noch Venezuela, einst die wichtigsten Öllieferanten Kubas, Treibstoff geliefert. Am Mittwoch kam es dem Bericht zufolge zu Protesten in mehreren Stadtteilen Havannas gegen anhaltende Stromausfälle.

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Das US-Außenministerium hatte am Mittwoch angekündigt, dem kubanischen Volk „100 Millionen US-Dollar an direkter humanitärer Hilfe“ anzubieten. Die USA „streben weiterhin substanzielle Reformen des kommunistischen Systems in Kuba an“, hieß es in einer Erklärung.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte auf der Plattform X, sein Land werde Hilfen nicht ablehnen, wenn diese „in voller Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Praktiken humanitärer Hilfe“ geleistet würden. Eine Lockerung oder Aufhebung der US-Blockade wäre nach seinen Worten ein einfacherer Weg.

Bericht: USA streben Anklage gegen Raúl Castro an

Die USA sollen zudem eine Anklage gegen den 94-jährigen früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro anstreben, wie der Sender CBS unter Berufung auf mit dem Fall vertraute US-Quellen berichtete. Die Anklage solle sich voraussichtlich auf den Abschuss eines Flugzeugs der Organisation Brothers to the Rescue durch Kuba im Jahr 1996 beziehen, einer Gruppe, die nach Kubanern suchte, die auf Flößen von der Insel fliehen wollten. Ein Sprecher des Justizministeriums lehnte dem Bericht zufolge eine Stellungnahme ab.

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