Aus SchwuZ wird SCHWUZ. Doch hinter der neuen Schreibweise bleiben die langjährige Idee und die Identität des ersten Berliner Queer-Clubs überhaupt erhalten. Mit einer großen Kick-off-Party am 16. Mai im Metropol meldet sich der „Club für alle“ zurück. Die Veranstaltung ist bereits seit Wochen ausverkauft.
Die Party im Metropol ist gleichzeitig auch ein Neubeginn. Denn im Sommer des vergangenen Jahres mussten die Verantwortlichen des SchwuZ Insolvenz anmelden. Eine kurzfristige Rettung war nicht realisierbar. Zum 1. November 2025 schlossen sich endgültig die Türen am langjährigen Standort am Rollberg in Neukölln. Die SchwuZ Kulturveranstaltungs GmbH ging damals in Liquidation, der Verein blieb bestehen, auch noch so manche Verbindlichkeiten.
Die Rettung des Clubs ist das Ziel
Zahlreiche Probleme, doch für so einige Berliner kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Sie setzten sich zusammen, suchten nach neuen Wegen und entwarfen Pläne. Ihr primäres Ziel: die Rettung des queeren Clubs an einem neuen Standort mit einem neuen Konzept. Ein neues Feuer der Begeisterung wurde entfacht, die Mitgliederzahl stieg auf über 100 an. Ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Ein neuer fester Standort ist noch nicht gefunden, ein neues Logo aber schon. Der Clubname erscheint zudem in Versalien. „Diese Änderungen sollen unterstreichen, dass der Club mehr ist als nur die Abkürzung für Schwulenzentrum“, heißt es aus den Reihen des Vereins. Bei der Suche nach einem neuen Standort wollen die Verantwortlichen auch das veränderte Ausgehverhalten berücksichtigen. Daher soll der Club kleiner werden. Nach Aussage der Verantwortlichen befindet man sich in zahlreichen Gesprächen. Ziel sei es, eine Location zu finden, die vorzugsweise innerhalb des innerstädtischen S-Bahn-Rings liege.
Berliner Queer-Club SchwuZ muss schließen
Geduld ist also gefragt. Das wissen die Verantwortlichen auch. Daher wird zunächst einmal mit einer Partyreihe in eine neue Zukunft gestartet. Nach dem Metropol soll es an wechselnden Orten weitere Partys geben.
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