Terrorismus

Zwei Massaker in Afrika: Über das Versagen westlicher Anti-Terror-Strategien

Innerhalb weniger Tage töten Milizen im Kongo und in Nigeria Dutzende Menschen. Medien und Politik erklären Afrikas Gewalt oft mit Ethnie oder Religion. Das greift zu kurz, meint unser Autor.

Klaus Bachmann
Klaus Bachmann
15 Min
In der Region des Kongo kämpfen Dutzende Milizen um Einfluss – staatliche Kontrolle ist vielerorts kaum vorhanden.

In der Region des Kongo kämpfen Dutzende Milizen um Einfluss – staatliche Kontrolle ist vielerorts kaum vorhanden.

© Stringer/Imago

Diese Woche fanden in zwei weit voneinander entfernten Gebieten Afrikas zwei Massaker statt, die in unseren Medien allenfalls am Rande, wenn überhaupt, erwähnt wurden. In Ituri, einer entlegenen Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die an Uganda grenzt, ermordete eine Miliz namens CODECO 69 Dorfbewohner. Und in Kabe, einem Ort im Nordosten Nigerias, hat eine Miliz mit dem Namen Ansaru eine zweistellige Zahl von Viehzüchtern massakriert.

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