Medienkolumne

Die Sparpläne des MDR: „Ohne Gebührenerhöhung kein Tatort“

Das Sparprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks schneidet tief ins Fleisch des Programms, ohne an den Strukturen zu rütteln. Vor allem aber: Der Osten verschwindet aus der ARD.

Ole Skambraks
Ole Skambraks
8 Min
Drei Jahre weg vom Schirm: das Dresdener Tatort-Team

Drei Jahre weg vom Schirm: das Dresdener Tatort-Team

© Alina Simmelbauer

Die Einspar-Agenda des MDR klingt eher wie eine Amputation als ein Sanierungsplan. Drei Jahre Pause bei „Tatort“ und „Polizeiruf“. Die Produktion des „ARD-Mittagsmagazins“ wird abgegeben. „MDR Sputnik“ verliert UKW, „MDR um 2“ wird ins Streaming verbannt. Die offizielle Floskel der neuen Sparrunde lautet: „Priorisierung von Regionalität und digitaler Nutzung.“ Die Realität ist viel schlichter: Der MDR wird von einem Sparkorsett ins nächste gedrückt. Erst vor zwei Jahren wurde mächtig gekürzt, unter anderem beim Investigativen, beim kritischen Magazin „Umschau“ oder der Sendung „Sport im Osten“.

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