Iran-Krieg

Teheran: USA legen fünf Bedingungen für Iran-Verhandlungen fest

Im Streit um ein Ende des Iran-Krieges legt Washington iranischen Medien zufolge harte Bedingungen auf den Tisch. Teheran reagiert mit eigenen Forderungen – und deutlichen Drohungen.

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US-Präsident Donald Trump. Teheran warnt ihn vor neuen Angriffen.

US-Präsident Donald Trump. Teheran warnt ihn vor neuen Angriffen.

© Alex Wroblewski/AFP

Die USA haben dem Iran iranischen Medienberichten zufolge fünf Bedingungen zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Teheran wirft Washington vor, keinerlei greifbare Gegenleistungen anzubieten.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars sieht der US-Plan ersten vor, dass der Iran künftig nur noch eine einzige Atomanlage betreiben darf. Zudem müsse Teheran zweitens rund 400 Kilogramm angereichertes Uran an die Vereinigten Staaten übergeben. Washington schließe es außerdem drittens aus, Reparationen für Kriegsschäden zu zahlen oder viertens auch nur 25 Prozent der eingefrorenen iranischen Guthaben freizugeben. Eine Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten machten die USA zur fünften Vorbedingung für den Abschluss der Verhandlungen.

Iran nennt eigene Bedingungen

Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, Teheran habe seinerseits fünf vertrauensbildende Maßnahmen als Voraussetzung für Gespräche formuliert. Dazu zählten ein Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, die Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, Entschädigungen für Kriegsschäden sowie die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus. Die USA versuchten, auf diplomatischem Weg jene Zugeständnisse zu erzwingen, die sie militärisch nicht hätten erreichen können, schrieb Mehr. Dies führe zu einer Sackgasse in den Verhandlungen.

Das iranische Außenministerium hatte bereits am vergangenen Montag erklärt, die USA müssten zudem ihre Blockade iranischer Häfen beenden.

„Tumultartige Szenarien“: Warnungen aus Teheran

Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, warnte laut dem iranischen Staatsfernsehen vor erneuten US-Angriffen. US-Präsident Donald Trump solle wissen, dass im Falle neuer Attacken auf den Iran „die Ressourcen und die Streitkräfte seines Landes beispiellosen, offensiven, überraschenden und tumultartigen Szenarien ausgesetzt“ würden, wurde Schekartschi zitiert.

Der stellvertretende Parlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei drohte laut der Nachrichtenagentur Isna erneut mit Gegenmaßnahmen bei Angriffen auf die iranische Öl-Infrastruktur. Werde dem iranischen Öl geschadet, werde der Iran den Zugang der USA und der Welt zu Öl aus der Region für längere Zeit unterbinden.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit dem 8. April gilt eine durch Pakistan vermittelte fragile Feuerpause, die Trump später unbefristet verlängerte. Folgegespräche in Islamabad brachten bislang keine dauerhafte Einigung.

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