Migration

„Es ist so, als hätte jemand einen Schalter umgelegt“: Der Süden Arizonas und die neue Realität an Amerikas Grenze

Während Europa über Migration streitet, scheint die politische Logik entlang der amerikanischen Südgrenze nur in eine Richtung zu laufen: Ohne Kontrolle keine Einwanderung.

Sophie-Marie Schulz zurzeit in den USA
8 Min
Präsident Donald Trump im Tucson-Sektor an der Grenze zu Mexiko.

Präsident Donald Trump im Tucson-Sektor an der Grenze zu Mexiko.

© John Gibbins/imago

Wer verstehen will, wie grundlegend verschieden in Europa und Amerika über Migration gedacht und diskutiert wird, muss in den Süden Arizonas reisen. Nach Tucson. Denn während in Deutschland strengere Grenzkontrollen oft unmittelbar als Gegenentwurf zu einer offenen Einwanderungsgesellschaft verstanden werden, sehen die meisten Menschen entlang der Grenze zu Mexiko darin keinen Widerspruch. Restriktive Grenzkontrollen sind nicht nur eine Option. Hier sind sie die Voraussetzung für ein gut funktionierendes Einwanderungsland.

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