Tourismus

Thailand schafft 60-Tage-Regel für visumfreie Einreise ab: 93 Länder und Gebiete betroffen

Die Lockerung von 2024 sollte mehr Besucher ins Land holen. Nun rückt Bangkok Sicherheitsfragen und übersichtlichere Einreiseregeln in den Vordergrund.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Reisende warten am Flughafen in Bangkok an der Passkontrolle: Thailand verkürzt die visumfreie Einreise für viele Touristen.

Reisende warten am Flughafen in Bangkok an der Passkontrolle: Thailand verkürzt die visumfreie Einreise für viele Touristen.

© imagebroker/imago

Thailand schafft die visumfreie Einreise für bis zu 60 Tage ab. Das Kabinett billigte die Aufhebung der Regelung für Besucher aus 93 Ländern und Gebieten, wie der englischsprachige Nachrichtendienst Khaosod English am Dienstag unter Berufung auf Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul berichtete.

Kürzere visumfreie Einreisen bleiben möglich

Eine visumfreie Einreise von bis zu 30 Tagen bleibt bestehen. Das sagte Mungkorn Pratoomkaew, Leiter der Konsularabteilung im thailändischen Außenministerium, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahl der dafür berechtigten Länder und Gebiete sinke jedoch von 57 auf 54. Welche drei Länder oder Gebiete gestrichen werden sollen, nannte er nicht.

Als Gründe nannte Mungkorn laut Reuters Gegenseitigkeit zwischen Staaten, Sicherheitsbedenken und mehrere parallele Regelungen, die bei Touristen für Verwirrung gesorgt hätten. Die neuen Vorschriften treten 15 Tage nach ihrer Veröffentlichung im thailändischen Amtsblatt in Kraft.

Sorge vor Missbrauch längerer Aufenthalte

Die 60-Tage-Regelung war 2024 eingeführt worden, um den Tourismus anzukurbeln und die nach der Pandemie schwache Wirtschaft zu stützen. Thailand weitete dafür den Kreis der berechtigten Länder und Gebiete aus und erlaubte längere Aufenthalte. Behörden befürchteten laut Reuters jedoch, dass einige Besucher die längeren Aufenthalte für illegale Tätigkeiten nutzten.

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Der Tourismus zählt laut Reuters zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Thailands, der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens. 2019 kamen knapp 40 Millionen Besucher ins Land. Vom 1. Januar bis 17. Mai 2026 sank die Zahl der Ankünfte nach Angaben des Tourismusministeriums um 3,31 Prozent auf 12,9 Millionen. Die staatliche Planungsbehörde rechnet für das laufende Jahr mit 32 Millionen ausländischen Besuchern, nach rund 33 Millionen im Vorjahr.


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