Debatte

„Akt von Feigheit“: Magdeburgs Oberbürgermeisterin bietet Arne Semsrott Gespräch an

Nachdem eine Lesung verlegt wurde, hagelte es bundesweit Kritik. Simone Borris verteidigt das Vorgehen der Stadt. Semsrott vermutet Intervention der AfD.

3 Min
Arne Semsrott ist Gründer und Projektleiter von FragDenStaat.

Arne Semsrott ist Gründer und Projektleiter von FragDenStaat.

© Imago

Der Streit um die Absage einer Veranstaltung mit dem Aktivisten Arne Semsrott in der Stadtbibliothek Magdeburg hat die Spitze der Stadt erreicht. „Ich lade Herrn Semsrott zu einem Gespräch ein“, sagte laut einem Bericht des MDR Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) am Donnerstag in einer öffentlichen Stadtratssitzung. Damit reagiert sie auf die bundesweite Kritik an dem Vorgang, den Semsrott selbst öffentlich gemacht hat und gegen den auch der Schriftstellerverband PEN Berlin protestiert. Im Stadtrat wies Borris den Vorwurf zurück, die Stadt habe sich politischem Druck der AfD gebeugt. Sie habe keine Ausladung angeordnet, sondern die Stadtbibliothek lediglich gebeten, die geplante Veranstaltung noch einmal zu überprüfen.

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