USA

Tulsi Gabbard tritt als US-Geheimdienstdirektorin zurück

Tulsi Gabbard verlässt nach gut anderthalb Jahren den Posten der nationalen Geheimdienstdirektorin der USA. Als Grund nennt sie eine schwere Erkrankung ihres Ehemannes.

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Die US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard verkündete am Freitag ihren Rücktritt.

Die US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard verkündete am Freitag ihren Rücktritt.

© Alex Brandon/AFP

Die Direktorin der nationalen Nachrichtendienste der USA, Tulsi Gabbard, ist von ihrem Amt zurückgetreten. Das berichtete zunächst der Sender Fox News. Kurz darauf verkündete Gabbard im Onlinedienst X den Schritt und veröffentlichte ihr Rücktrittsschreiben. Demnach informierte Gabbard US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen im Oval Office über ihren Schritt. Der Rücktritt werde zum 30. Juni wirksam. Auch das Wall Street Journal berichtete vorab von dem Rücktritt und berief sich auf interne Quellen.

Als Grund führte Gabbard eine Krebserkrankung ihres Ehemannes Abraham Williams an. Dieser sei an einer sehr seltenen Form von Knochenkrebs erkrankt. Sie müsse sich nun aus dem öffentlichen Dienst zurückziehen, um an seiner Seite zu sein und ihn in diesem Kampf voll zu unterstützen. Gabbard erklärte weiter, sie sei dankbar für das in sie gesetzte Vertrauen und die Möglichkeit, das Büro der Direktorin der nationalen Nachrichtendienste (ODNI) in den vergangenen anderthalb Jahren geleitet zu haben.

Spannungen mit dem Weißen Haus

Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, Gabbards Amtszeit sei von Spannungen geprägt gewesen. Sie sei weitgehend von zentralen sicherheitspolitischen Entscheidungen Trumps ferngehalten worden, unter anderem in den Operationen zu Venezuela und im Iran-Krieg.

Laut dem Blatt distanzierte sich Gabbard mehrfach von der offiziellen Linie der Regierung und erklärte, die USA und Israel verfolgten im Iran-Krieg unterschiedliche Ziele. Trump habe in geheimdienstlichen Fragen verstärkt auf CIA-Direktor John Ratcliffe gesetzt, schrieb die Zeitung.

Reformen und Aktenfreigaben

Nach Angaben von Fox News Digital baute Gabbard während ihrer Amtszeit den Geheimdienstapparat um, reduzierte Stellen und sparte nach eigenen Angaben mehr als 700 Millionen Dollar jährlich ein. Der Sender berichtete zudem, sie habe mehr als eine halbe Million Seiten an Regierungsunterlagen freigegeben, darunter Dokumente zu den Ermittlungen über mutmaßliche russische Einflussnahme auf die US-Wahl 2016 sowie zu den Attentaten auf John F. Kennedy und Robert F. Kennedy.

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Die von Trump nominierte und im Februar 2025 vom Senat bestätigte frühere demokratische Kongressabgeordnete aus Hawaii war als Leiterin der ODNI für die Koordination von 18 US-Nachrichtendiensten zuständig. Gabbard ist nach Angaben des Wall Street Journal Oberstleutnant der Reserve der US-Armee und war im Irak im Einsatz. Mit Williams ist sie dem Bericht zufolge seit 2015 verheiratet.

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