Brandenburg

Aktivisten gegen Unternehmen: Initiative kämpft gegen Dosenwerk

In Baruth/Mark mobilisieren Bürger gegen die Erweiterung der Getränkeindustrie, denn sie bangen um Wasserbestände. Bei Politik und Verwaltung stoßen sie auf Ablehnung.

Niklas Golitschek
Niklas Golitschek
6 Min
Auf der einen Seite: Ein Unternehmen, das investieren will. Auf der anderen: Umweltaktivisten

Auf der einen Seite: Ein Unternehmen, das investieren will. Auf der anderen: Umweltaktivisten

© Fotoillustration: Ostdeutsche Allgemeine. Fotos: Imago, Wikimedia Commons

Die Getränkeindustrie zählt seit drei Jahrzehnten zu den Pfeilern der lokalen Wirtschaft in Baruth/Mark. Doch in der Stadt im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming regt sich leiser Widerstand. Mit der Übernahme der Baruther Urstromquelle durch Red Bull und Rauch, verbunden mit der geplanten Erweiterung, wachsen bei Anwohnern die Bedenken, dass die heimischen Ressourcen zur Mangelware werden könnten. Neben der bestehenden Getränkeabfüllung soll auch ein neues Dosenwerk entstehen.

Mitte Mai haben Kritiker des Projekts daher einen Stand auf dem Wochenmarkt auf dem Kirchvorplatz aufgebaut. Sie schenken Gratiswasser aus und verteilen ihr Magazin: das „Stattblatt“. Es ist eine Reaktion auf einen Beitrag im kommunalen „Stadtblatt“, in dem der Eigenbetrieb Wabau Bedenken wegen eines drohenden Wassermangels ausräumen will. Bei den Mitgliedern des Ressourcen-Bündnisses Baruth ist das offenkundig nicht gelungen. Ihre selbst verlegte Publikation verstehen sie als Reaktion, weil eine Gegendarstellung nicht ermöglicht werde.

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