Kriminalität

Erneut Schüsse in Berlin-Kreuzberg: Dritte Schießerei in wenigen Tagen

Im Graefekiez sind am Montagabend Schüsse gefallen. Eine Mordkommission ermittelt und sucht Zeugen.

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Am Montag kam es im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu einem Polizeieinsatz wegen Schüssen.

Am Montag kam es im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu einem Polizeieinsatz wegen Schüssen.

© Axel Billig/Pressefoto Wagner

Im Berliner Graefekiez sind am Pfingstmontagabend erneut Schüsse gefallen. Der Vorfall war bereits der dritte dieser Art innerhalb weniger Tage im Bezirk.

An der Ecke Graefestraße und Urbanstraße in Berlin-Kreuzberg sind am Montagabend mehrere Schüsse gefallen. Nach Angaben der Polizei meldeten Anwohner der Urbanstraße gegen 21.25 Uhr am Notruf, dass Schüsse in Richtung eines Spielplatzes abgegeben wurden. Nach derzeitigem Kenntnisstand hielt sich dort ein Mann auf, der unverletzt blieb.

Zeugen berichteten von einem unbekannten Täter, der zu Fuß in Richtung Hermannplatz flüchtete. Ein weiterer Unbekannter flüchtete auf einem E-Scooter von der Urbanstraße über die Graefestraße. Dort sollen mehrere Personen, die aus einem Mercedes gestiegen waren, Schüsse auf ihn abgegeben haben. Der Mann flüchtete weiter in die Müllenhoffstraße und von dort in unbekannte Richtung. Die vier Männer flüchten ebenfalls vom Ort.

Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Beamte sperrten den Bereich für die Ermittlungen weiträumig ab. Kriminaltechniker der Spurensicherung stellten unter anderem Patronenhülsen sicher. Die 7. Mordkommission des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Sie sucht jetzt nach Zeugen, die im Zusammenhang mit den Schussabgaben etwas beobachtet haben und gegebenenfalls sogar Videos gemacht haben.

Dritter Kreuzberg-Schussvorfall innerhalb weniger Tage

Bereits am Donnerstag gegen 12.40 Uhr hatten Unbekannte in der Nähe des Vorfalls vom Montag auf der Urbanstraße von einem Motorroller aus mehrfach auf ein fahrendes Auto geschossen und waren anschließend geflüchtet. Dabei soll es laut Medienberichten um einen Clan-Konflikt gegangen sein. Das Landeskriminalamt ermittelt in diesem Fall wegen versuchten Mordes.

Am Freitagabend war es in einem anderen Teil Kreuzbergs zu einem Schusswaffenvorfall gekommen. Nach Polizeiangaben hatte sich ein 25-Jähriger gegen 20.20 Uhr auf dem Gehweg der Naunynstraße mit einem anderen Mann gestritten. Dabei habe der Kontrahent eine Schusswaffe gezogen und auf die Beine des 25-Jährigen geschossen. Das Opfer wurde mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, der Schütze flüchtete.

Nach Angaben der Polizei verdoppelte sich die Zahl der Schusswaffenanwendungen in Berlin im vergangenen Jahr nahezu auf 1119 Fälle. Die Berliner Polizei versucht seit Mitte November in Form der Sondereinheit „Ferrum“, durch ständige Kontrollen gegen Schusswaffengewalt vorzugehen.

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