Seit 2019 und dem Aufstieg von Bewegungen wie Fridays for Future gab es einen großen Wendepunkt bei der Klimakommunikation in Richtung Katastrophe und Krise. Doch schlittern wir tatsächlich in eine Apokalypse – und gibt es eine derartige Krise wirklich? Eines steht fest: Der Begriff „Klimakrise“ ist nicht neutral.
Das Wort „Krise“ stammt aus dem Griechischen. Es beschreibt eine Situation, die schwierig ist und vom sogenannten Normalzustand abweicht. Zusätzlich stellt sie einen Höhe- oder Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung dar. Politisch oder auf den Schutz vor Katastrophen bezogen steht das Wort für eine Ausnahmesituation, die mit alltäglichen Mitteln nicht bewältigt werden kann, die also außergewöhnliches Handeln erfordert.
Wenn heutzutage von einer „Klimakrise“ die Rede ist, spricht man nicht nur von Wetter oder Physik, sondern von Dringlichkeit, Ausnahmezustand, Handlungszwang oder der Legitimation politischer Eingriffe. Doch die Definition des Wortes zeigt, wie schwer die Einschätzung fällt, ob der Wandel des Klimas tatsächlich eine echte Krise ist, die einen Ausnahmezustand rechtfertigt.
Wissenschaft
Instrumentalisierung des Klimas: Ist die Klimakrise nur ein politisches Narrativ?
Die Klimakrise dominierte Medien und politische Debatte. Doch je lauter der Aufschrei, desto leiser die eigentliche Frage: Stimmt das eigentlich?
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Glutrote Sonne, lange Schatten: Was die Klimamodelle für die Zukunft vorhersagen, bleibt mit Unsicherheiten behaftet.
© Richard Ellis/imago
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