Unglück

Nach Shanxi-Katastrophe: Minen-Einsturz in China fordert fünf weitere Todesopfer

In China ist eine illegale Bergmine eingestürzt. Nur wenige Tage nach dem schweren Grubenunglück in Shanxi mit mindestens 82 Toten.

Lea Brüggemann
Lea Brüggemann
2 Min
Chinesische Rettungskräfte: Nach dem tödlichen Minen-Einsturz in Shanxi ist eine weiteres Bergwerk eingestürzt.

Chinesische Rettungskräfte: Nach dem tödlichen Minen-Einsturz in Shanxi ist eine weiteres Bergwerk eingestürzt.

© Deng Haoran/imago

Bei dem Einsturz eines illegalen Bergwerks in der südwestchinesischen Provinz Yunnan sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua fünf Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer Arbeiter wurde verletzt. Der Vorfall ereignete sich laut Reuters am Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr Ortszeit (Samstag 20.30 Uhr GMT) im Kreis Huize. Welches Mineral abgebaut wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Wie Xinhua unter Berufung auf die örtlichen Behörden mitteilte, konnten zunächst sechs Verschüttete geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden. Fünf von ihnen erlagen später ihren Verletzungen, nur ein Arbeiter überlebte und befindet sich nach Angaben der Agentur in stabilem Zustand. Die Behörden hätten eine Untersuchung zur Klärung der Ursache und der Verantwortlichkeiten eingeleitet, berichtet Reuters.

Das Unglück folgt nur wenige Tage auf die schwerste Bergbaukatastrophe Chinas seit 2009. Bei einer Gasexplosion am 22. Mai in einem Kohlebergwerk in der nördlichen Provinz Shanxi starben laut Reuters mindestens 82 Menschen, zwei werden weiterhin vermisst, 128 wurden verletzt.

Einsturz ein Tage nach Sicherheitskonferenz

Erste Untersuchungsergebnisse zur Shanxi-Katastrophe hätten laut Reuters nicht eingezeichnete Tunnel, fehlende Ortungsgeräte und falsche Türen am Unglücksort zutage gefördert. Die chinesischen Behörden hätten eine umfassende Aufklärung zugesagt.

Der jüngste Einsturz ereignete sich zudem nur einen Tag nach einer nationalen Sicherheitskonferenz, die laut Bloomberg am Samstag von Ministerpräsident Li Qiang geleitet wurde. Li habe gewarnt, dass die Häufung von Unfällen in einzelnen Regionen und Branchen schwere Verluste verursacht habe. Er forderte verstärkte Kontrollen, ein hartes Vorgehen gegen Verstöße und Datenfälschungen sowie eine strengere Aufsicht in Hochrisikobranchen wie Bergbau, Feuerwerk, Transport und Bau.

Yunnan zählt zu den bedeutenden Kohleförderregionen im Südwesten Chinas und verfügt über erhebliche Braunkohlevorkommen.

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