Der Himmel über Bitterfeld war seltsam bunt: Aus den Abzugsrohren der Chemiefabriken stiegen gelbe, grüne, rötlich-braune Abgase, je nach Produkt. Aus den Schornsteinen der Braunkohlekraftwerke stieg gelblich-grau-brauner, meist aber schwarzbrauner Rauch, je nach Wassergehalt der Kohle oder Zustand der Verbrennungsanlagen. So erzählten es in den 1960er-Jahren die Leute in der zum Braunkohlekombinat gehörenden Siedlung AWG „Glück auf“, die „in der Kohle“ arbeiteten. AWG heißt Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft, und ich wohnte in einem der von den Bewohnern selbst errichteten zweigeschossigen Blocks.
Energieversorgung
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Die Schornsteine rauchen – im modernen Braunkohlekraftwerk immerhin schadstoffreduziert. Das sah in Bitterfeld zu DDR-Zeiten dusterer aus.
© dpa
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