In Berlin haben 2025 so viele Menschen wie nie zuvor die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Die Zahl der Einbürgerungen stieg sprunghaft – deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt.
In Berlin sind im vergangenen Jahr 39.041 Menschen eingebürgert worden. Das waren 17.230 Personen oder knapp 80 Prozent mehr als 2024, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Damit fiel der Anstieg in der Hauptstadt deutlich stärker aus als bundesweit: In ganz Deutschland erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 332.500 Ausländer den deutschen Pass, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Brandenburg ließen sich 4581 Personen einbürgern, ein Anstieg um 22 Prozent.
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Iraner und Amerikaner legen deutlich zu
Den Schub führen beide Behörden auf das im Juni 2024 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts zurück. Seither können Eingebürgerte ihre bisherige Staatsangehörigkeit in der Regel behalten.
Besonders stark stiegen in Berlin die Einbürgerungen von US-amerikanischen Staatsangehörigen: Ihre Zahl wuchs von 283 im Jahr 2024 auf 1090 im Jahr 2025 und damit auf fast das Vierfache. Bundesweit verdoppelte sich die Zahl der eingebürgerten US-Amerikaner laut Destatis auf 6600. Auch die Einbürgerungen iranischer Staatsangehöriger in Berlin verdoppelten sich nahezu auf 1619.
Im Schnitt lebten die in Berlin Eingebürgerten 11,2 Jahre in Deutschland, in Brandenburg 11,3 Jahre. Bundesweit lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 12,4 Jahren. In Berlin wurden 2025 insgesamt 42.517 Einbürgerungsanträge gestellt, 1934 wurden abgelehnt.
Syrer bilden größte Gruppe
Größte Gruppe unter den Eingebürgerten in Berlin waren mit 7548 Personen syrische Staatsangehörige, was knapp 20 Prozent entsprach. Es folgten türkische (4099), russische (3334) und ukrainische Staatsangehörige (1786). Auch in Brandenburg standen Syrer mit 1251 Einbürgerungen an der Spitze, das entspricht rund 27 Prozent.
Bundesweit stellten Syrer mit 65.600 Einbürgerungen ebenfalls die größte Gruppe, obwohl ihre Zahl laut Destatis um 21 Prozent zurückging. Türkische und russische Staatsangehörige legten deutschlandweit um jeweils 51 Prozent zu.
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