US-Präsident Donald Trump hat in einem Podcast-Interview eine gemeinsame Kandidatur von Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio bei der Präsidentschaftswahl 2028 ins Gespräch gebracht. Ein solches Duo wäre nach seiner Einschätzung kaum zu besiegen.
„Ich würde denken, dass JD und Marco als Team sehr schwer zu schlagen wären“, sagte Trump in dem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit der Journalistin Miranda Devine im Podcast „Pod Force One“. Er beobachte die beiden regelmäßig miteinander: „Sie verstehen sich großartig.“
Trump bezeichnete die Konstellation in dem Podcast-Interview als „Dream Team“, schränkte jedoch ein, dass eine formale Unterstützung damit nicht verbunden sei. Beide Politiker müssten einer solchen Kandidatur zudem selbst zustimmen. Bis zur Wahl im November 2028 bleibe noch deutlich mehr als zweieinhalb Jahre Zeit, sagte der Präsident im Gespräch mit Devine.
Vance und Rubio gelten als aussichtsreiche Bewerber
Sowohl Vance als auch Rubio werden in der Republikanischen Partei als mögliche Kandidaten für die Nominierung 2028 gehandelt. Rubio hatte zuletzt bei einem Auftritt im Pressebriefing des Weißen Hauses Anerkennung auch von einzelnen Demokraten erhalten, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Beide Politiker selbst hielten sich bezüglich ihre Ambitionen für 2028 bislang eher bedeckt.
Bereits Mitte Mai hatte Trump bei einer Veranstaltung im Weißen Haus die Anwesenden gefragt, wer Vance und wer Rubio unterstütze, und von einem „guten Ticket“ gesprochen, wie das US-Magazin Time berichtete. Nach Recherchen der New York Times hatte Trump die Kombination der beiden zuvor auch bei privaten Abendessen im Weißen Haus erörtert.
Laut einer Ende April veröffentlichten Umfrage von Harvard CAPS/Harris, auf die sich das Time-Magazin bezieht, lag Vance bei republikanischen Wählern mit 48 Prozent klar vor Rubio mit 16 Prozent. Rubio hatte dem Magazin Vanity Fair im Dezember gesagt, im Falle einer Kandidatur von Vance werde er diesen als Erster unterstützen.
Offenes Rennen bei Demokraten
Eine formelle Bewerbung für die Wahl im November 2028 gibt es nach Angaben der New York Times bislang weder bei Republikanern noch bei Demokraten. Auf demokratischer Seite habe die Positionierung möglicher Bewerber jedoch ebenfalls begonnen. Als mögliche Kandidatinnen und Kandidaten nennt die Zeitung unter anderem die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris und den ehemaligen Verkehrsminister Pete Buttigieg.
Auch mehrere demokratische Gouverneure würden gehandelt, darunter Gavin Newsom aus Kalifornien, JB Pritzker aus Illinois, Josh Shapiro aus Pennsylvania, Wes Moore aus Maryland, Andy Beshear aus Kentucky und Gretchen Whitmer aus Michigan. Zudem gelten laut New York Times mehrere Senatoren als aussichtsreich, etwa Cory Booker aus New Jersey, Mark Kelly aus Arizona und Raphael Warnock aus Georgia. Aus dem linken Flügel der Partei werde der Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez aus New York das größte Potenzial zugeschrieben.
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