Der Ich-Erzähler driftet durch sein Leben. Doch was ist das für ein Leben? C’est la vie, pas le paradis, wie die Franzosen sagen. Nein, der Himmel auf Erden ist es wahrlich nicht. Es herrscht Corona-Pandemie, weltweit und natürlich auch hier in Toulouse, wo „Foto auf Anfrage“, der Debütroman von Simon Chevrier, spielt.
Die Lockdowns der Franzosen waren ja bekanntlich noch um einiges härter als hier in Deutschland. Doch damit nicht genug: Der namenlose Ich-Erzähler prostituiert sich. Sein Lehramtsstudium läuft nicht. Der Job als Nachtportier im Hotel wirft kaum genug Geld für die Miete ab. Aus seiner WG fliegt er raus. Und der Vater hat unheilbaren Krebs im Endstadium. Kurzum: Der Erzähler macht die Hölle durch. Noch schlimmer könnte es kaum sein.
Romandebüt
Simon Chevriers „Foto auf Anfrage“: Wie sich ein Callboy in den Pandemie-Lockdowns fast verliert
Der Roman „Foto auf Anfrage“ von Simon Chevrier gilt in Frankreich als aufregendstes Debüt des Jahres 2025. Es ist leicht zu lesen und schwer zu verdauen. Die Kritik.
4 Min
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Simon Chevrier, gefeierter und preisgekrönter Debütautor
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