Gedenken

Hegseth zum D-Day: Migration ist heutige „Invasion an Europas Stränden“

Bei einer Gedenkfeier zum 82. Jahrestag der D-Day-Landung in der Normandie vergleicht Pentagon-Chef Hegseth die Migration nach Europa mit einer „Invasion“.

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Der US-Kriegsminister Pete Hegseth hat den Jahrestag des D-Days genutzt, um Europas Migrationspolitik zu kritisieren.

Der US-Kriegsminister Pete Hegseth hat den Jahrestag des D-Days genutzt, um Europas Migrationspolitik zu kritisieren.

© Kyle Mazza/CNP/imago

Bei einer Gedenkveranstaltung zum 82. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie hat US-Kriegsminister Pete Hegseth am Samstag europäische Staaten aufgefordert, härter gegen Migration vorzugehen. Auf den Stränden Europas finde heute eine „Invasion“ gefährlicher Ideologien statt, sagte Hegseth auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer.

„Heute werden andere europäische Strände von anderen, gefährlichen Ideologien gestürmt“, sagte Hegseth demnach laut Nachrichtenagentur Reuters. „An Stränden in Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien kommen Boote und Männer an.“ Er fragte: „Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es zu spät?“

Die Äußerungen reihen sich in die wiederholte Kritik der Regierung von US-Präsident Donald Trump an europäischen Staaten ein, die nach Washingtoner Lesart Migration nicht ausreichend kontrollierten. US-Vizepräsident JD Vance hatte am Freitag bereits den Mord an dem britischen Studenten Henry Nowak durch einen Angehörigen der Sikh-Gemeinschaft in Großbritannien mit einer durch Migration verursachten „Invasion“ in Verbindung gebracht.

Aufruf zu mehr Verteidigungsanstrengungen

Hegseth forderte die europäischen Verbündeten zudem auf, mehr für die eigene Verteidigung zu tun. „Frieden wird nur durch Stärke gesichert“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. Amerika werde führen, aber „fähige Verbündete müssen Schulter an Schulter mit uns in der Bresche stehen, wenn es darauf ankommt“.

Laut einer Mitteilung des Pentagons erinnerte Hegseth an die rund 160.000 alliierten Soldaten – darunter 73.000 Amerikaner –, die am 6. Juni 1944, dem sogenannten D-Day in der Normandie landeten. An der diesjährigen Gedenkfeier nahmen 29 Veteranen des Zweiten Weltkriegs teil. Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, dankte den anwesenden Veteranen für ihren Mut.

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Der 107-jährige Marineveteran Art Rose, der als Ingenieuroffizier am Omaha Beach diente, verlas am Rednerpult einen Brief, den er am 11. Juni 1944 an seine Eltern geschrieben hatte. Hegseth nimmt laut AFP nicht an der internationalen Hauptgedenkfeier am Nachmittag teil.

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