DDR-Comeback

Die DDR lebt – zumindest als Berliner Geschäftsmodell

Mokka-Milch-Eisbar, DDR-Revue, Rekord-Museum: Berlin vermarktet den Osten gerade auf Hochtouren. Wann hört Erinnerung auf – und wo fängt Nostalgie-Kapitalismus an?

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Der Sänger Thomas Natschinski und die Moderatorin Christine Dähn stehen als besondere Gäste bei der Wiedereröffnung der ehemaligen Mokka-Milch-Eisbar an der Karl-Marx-Allee.

Der Sänger Thomas Natschinski und die Moderatorin Christine Dähn stehen als besondere Gäste bei der Wiedereröffnung der ehemaligen Mokka-Milch-Eisbar an der Karl-Marx-Allee.

© Maurizio Gambarini/imago

Ende Mai eröffnete das Mokka*Milch an der Karl-Marx-Allee nach jahrelangem Leerstand neu. Gelbe Fliesen, große Schaufensterfronten, leuchtende Schriftzüge – der Pavillon neben dem Kino International war zurück. Der Andrang war so groß, dass das Lokal wieder schließen musste: Stromausfall, kaputte Kaffeemaschine, überfordertes Personal. Am 12. Juni soll es weitergehen, diesmal mit voller Karte und – so versprechen die Betreiber – mehr Ruhe.

Das klingt nach einer klassischen Berliner Gastro-Posse. Kultort, Comeback, Fehlstart. Aber der Moment ist größer als die kaputte Kaffeemaschine.

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