Fußball-Fest

Eine WM der Widersprüche: Kann das Event die Konflikte in Nordamerika überdecken?

Die Weltmeisterschaft ist mehr als eine reine Sportparty: Historiker Stefan Rinke erklärt, warum das Turnier zum Spiegel von Politik, Macht und Gesellschaft wird. Ein Interview.

8 Min
Für Historiker Stefan Rinke zeigen Proteste wie hier in Mexiko-Stadt die realen Konflikte hinter der WM-Fassade.

Für Historiker Stefan Rinke zeigen Proteste wie hier in Mexiko-Stadt die realen Konflikte hinter der WM-Fassade.

© ALFREDO ESTRELLA

Die WM 2026 führt Fußballfans durch Nordamerika – von Mexiko-Stadt über die USA bis nach Kanada. Wer verstehen möchte, was diese Region jenseits der Stadien ausmacht, landet schnell bei Stefan Rinke. Der Professor für Geschichte Lateinamerikas an der Freien Universität Berlin erforscht seit Jahrzehnten die Verflechtungen des amerikanischen Kontinents. Seine akademische Ausbildung führte ihn von Deutschland in die USA, seine Forschung immer wieder nach Lateinamerika.

Als vielfach ausgezeichneter Historiker und international vernetzter Wissenschaftler beschäftigt er sich mit den großen Fragen von Geschichte, Identität und Kultur. Im Interview ordnet er die WM 2026 deshalb nicht nur als Sportereignis ein, sondern auch als Spiegel einer faszinierenden Weltregion.

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