Man stelle sich vor, der mexikanische Außenminister besuchte Berlin und postete anschließend ein Video, in dem er – Blasmusik im Hintergrund – Weißwürste verkostet, eine animierte Pickelhaube auf dem Kopf, und auf die Frage, was ihn an Deutschland am meisten interessiere, antwortet: das Oktoberfest und die Lederhosen.
Das Auswärtige Amt würde vermutlich eine Protestnote verfassen. In Mexiko-Stadt dürfte man dieser Tage ähnlich amüsiert auf das blicken, was Johann Wadephul dort hinterlassen hat.
Nach der UN-Pleite
Sombrero, Salsa, Selbstinszenierung: Wadephuls Mexiko-Auftritt ist ein Fremdschäm-Moment
Kurz nach der UN-Pleite testet der Außenminister auf Instagram scharfe Soßen und schwärmt von Sombreros. Was die deutsche Diplomatie da treibt, ist mehr als nur peinlich. Ein Kommentar.
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Lächeln für die Kamera: Johann Wadephul (r.) tauscht in Mexiko-Stadt Fußballtrikots mit Amtskollege Roberto Velasco – auf Instagram setzte der Außenminister lieber auf Sombreros und scharfe Soßen.
© Juliane Sonntag/imago
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