Bombenentschärfung

Weltkriegsbombe: Potsdamer Innenstadt am Dienstag gesperrt, Hauptbahnhof betroffen

In der Innenstadt wurde ein 250 Kilogramm schwerer Blindgänger gefunden. Rund 6500 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen.

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Bombenentschärfung: Potsdams Zentrum wird Dienstag evakuiert

Bombenentschärfung: Potsdams Zentrum wird Dienstag evakuiert

© Michael Bahlo/dpa

Auf einer Baustelle in der Potsdamer Innenstadt ist eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger US-amerikanischer Bauart soll am kommenden Dienstag entschärft werden. Rund 6500 Menschen müssen den Sperrkreis von etwa 700 Metern Radius bis 8.30 Uhr verlassen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Auch der Hauptbahnhof sowie zahlreiche öffentliche Einrichtungen sind von der Sperrung betroffen.

Die Entschärfung übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um den 220. Weltkriegssprengkörper, der seit 1990 in der Landeshauptstadt gefunden wurde.

Potsdam: Landtag und Staatskanzlei im Sperrkreis

Im Sperrgebiet liegen unter anderem die Staatskanzlei Brandenburg, der Landtag, mehrere Ministerien, die Speicherstadt, die Investitions- und Landesbank sowie das Sport- und Freizeitbad blu. Auch die Museen Barberini und Minsk, mehrere Hotels, Pflegeheime, die Comenius-Schule, die Kita Havelblick sowie die Freundschaftsinsel und der Lustgarten müssen geräumt werden. In einem internen Schreiben der Landtagsverwaltung heißt es, der Landtag müsse vollständig evakuiert werden.

Oberbürgermeisterin Noosha Aubel bat die Anwohner, den Sperrkreis rechtzeitig zu verlassen und den Hinweisen der Einsatzkräfte zu folgen. „Bitte denken Sie dabei auch an Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde oder Angehörige, die Unterstützung benötigen“, erklärte Aubel. Als Aufenthaltsort während der Evakuierung steht ab 8 Uhr die Sporthalle Humboldtring 17 zur Verfügung.

Einschränkungen im Bahn- und Straßenverkehr

Der Potsdamer Hauptbahnhof wird ab 8.30 Uhr komplett gesperrt. S-Bahnen in Richtung Berlin starten und enden dann am S-Bahnhof Babelsberg, die Regionalbahnen fahren ohne Halt durch. Betroffen sind zudem mehrere Straßenbahn- und Buslinien. Autofahrer aus Richtung Süden werden über Saarmund und Bergholz-Rehbrücke umgeleitet.

Unter Einsatzleitung des Ordnungsamtes sollen mehr als 300 Helfer von Stadt, Feuerwehr, Bundespolizei und Polizei den Sperrkreis räumen und absichern. Die Vollsperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung. (mit dpa)

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