Mit rund 250 Einsatzkräften sind die Berliner, Brandenburger und die sächsische Polizei gegen ein mutmaßliches Drogenhändlernetzwerk vorgegangen. Bei Durchsuchungen in den drei Bundesländern wurden vier Verdächtige festgenommen sowie größere Mengen Rauschgift beschlagnahmt.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Dienstag insgesamt 16 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Das teilte die Polizei Berlin am Mittwoch mit. Die Einsätze richteten sich gegen ein mutmaßliches Netzwerk im illegalen Betäubungsmittelhandel und fanden in neun Berliner Stadtteilen sowie in Chemnitz, Potsdam und im Landkreis Havelland statt. In Berlin betraf die Durchsuchung die Stadteile Schöneberg, Neukölln, Reinickendorf, Wedding, Friedrichshain, Charlottenburg-Nord, Wilmersdorf, Tempelhof und Moabit.
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Kiloweise Drogen und hohe Bargeldsumme beschlagnahmt
Die Einsatzkräfte stellten nach Angaben der Polizei rund 1300 Gramm mutmaßliches Kokain, etwa 20 Kilogramm Cannabis und mehr als 1900 Gramm Haschisch sicher. Hinzu kamen mehrere Hundert Verkaufseinheiten mit Ketamin, MDMA und Ecstasy. Beschlagnahmt wurden zudem Verpackungsmaterial, technische Geräte sowie Bargeld in fünfstelliger Höhe. Zwei Personenkraftwagen seien als Tatmittel sichergestellt worden. Die Polizei begleitete das Vorgehen und die Ergebnisse auf Instagram.
Vorausgegangen waren laut Polizei seit Januar umfangreiche Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats der Polizeidirektion fünf (City) gegen einen 19-jährigen Intensivtäter. Dieser sei im unteren Bereich der Hierarchie des Netzwerks eingebunden gewesen. Ihm werde vorgeworfen, gemeinsam mit weiteren Personen in über 400 Fällen sogenannte Koks-Taxi-Fahrer, also Drogenlieferanten, mit illegaler Ware versorgt zu haben, darunter Kokain und Cannabis.
An den Durchsuchungsorten trafen die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben insgesamt 17 Personen an, deren Identitäten festgestellt wurden. Vier von ihnen seien festgenommen und in ein Polizeigewahrsam gebracht worden. Sie sollten am Mittwoch einem Ermittlungsgericht zum Erlass eines Untersuchungshaftbefehls vorgeführt werden, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen dauerten an.
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