Privat fahre er nicht Auto, sondern mit dem Lastenfahrrad und dem öffentlichen Verkehr, sagte der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach. „Egal, welche Koalition übernimmt: In der Verkehrsverwaltung muss es dringend einen Wechsel geben“, forderte er bei einem Empfang seiner Partei. Seine Skizze einer künftigen Berliner Verkehrspolitik dürfte bei Grünen und Linken auf Wohlwollen stoßen. Doch manchmal blieb Krach ziemlich vage – und ein Verkehrsmittel kam kaum vor.
Stress im Verkehr. Zu wenig Parkplätze, zu viele Poller. Unzufriedenheit mit Bahn und Bus. Und immer wieder Fragen wie: Wem gehören die Straßen? Wie soll der knappe Raum aufgeteilt werden? Längst ist der Verkehr Schauplatz eines Kulturkampfes geworden. Auch in Berlin.
„Wir leben in einer Zeit, in der Fakten nicht so viel zählen wie Meinungen“, sagte Birgit Milius. Die SPD hatte die Leiterin des Instituts für Land- und Seeverkehr der Technischen Universität eingeladen. Die Professorin riet, nicht immer auf Kompromisse zu hoffen. Es werde nie so sein, dass alle glücklich sind. Milius: „Die Politik muss entscheiden.“
Steffen Krach
Der Plan für Berlin: Mehr Fahrrad, mehr U-Bahn und das Ende der A100
Die Berliner SPD entdeckt die Verkehrswende neu. Nun skizziert Spitzenkandidat Steffen Krach seine Ideen. Grüne finden sie gut. Doch es bleiben einige Fragen offen.
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„Egal, welche Koalition übernimmt: In der Verkehrsverwaltung muss es dringend einen Wechsel geben“: Steffen Krach ist SPD-Landesvorsitzender in Berlin und SPD-Spitzenkandidat.
© Kay Nietfeld/dpa
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