Als Nicht-Fan der Sparte Musical und Nicht-Romantisierer der verblichenen DDR stand man am vergangenen Sonntag mit leichtem Bauchgrimmen vor dem Schillertheater, in dem die Komische Oper ihre Neuproduktion „Mokka-Hits und Milchbar-Träume“ avisiert hat. Aber man will ja ein offener Mensch bleiben, erst recht im fortgeschrittenen Alter, und sich nicht über das erheben, was anderen Leuten Freude macht. Auch wenn die Erinnerung an das kindliche Gefühl, wenn man Ende der 1970er zu den Eltern aufs Sofa und in der Glotze „Kessel Buntes“ gucken musste, keine erquickliche ist. Wie ich mich erinnere, hätten wir Geschwister, schon gewaschen und im Schlafanzug, lieber in Richtung Westfernsehen gezappt, zu Rudi Carrell und „Am laufenden Band“.
Musical
Nix Propaganda: Die Komische Oper feiert die Premiere von „Mokka-Hits und Milchbar-Träume“
Kann man die DDR-Geschichte in einem Musical nachstellen? Geht die Geschichte eines Unrechtsstaates in bunt und lustig? Die „Messeschlager Gisela“-Crew um Axel Ranisch wollte es wissen. Die Kritik.
5 Min
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Auch das Defa-Filmmusical „Heißer Sommer“ von 1968 findet Eingang bei Ranisch und Benzwi.
© Jan Windszus Photography
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