Rüstung

Drohnen, Raketen, Start-ups: Berlin und israelischer Rüstungsriese starten Mega-Projekt

Wegner und IAI-Chef Levy haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Zentrum soll Start-ups in Verteidigung und Raumfahrt fördern.

2 Min
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verspricht sich einiges von der Kooperation mit Israel Aerospace Industries.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verspricht sich einiges von der Kooperation mit Israel Aerospace Industries.

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Das Land Berlin und der israelische Konzern Israel Aerospace Industries (IAI) haben vereinbart, gemeinsam ein Innovationszentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung zu gründen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und der IAI-Vorstandsvorsitzende Boaz Levy am Nachmittag unterzeichnet, wie die Berliner Senatskanzlei mitteilte.

Das Innovationszentrum soll Start-ups in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Sicherheit und sogenannte Dual-Use-Technologien unterstützen – also Technologien, die militärisch und zivil genutzt werden können. Ziel sei es, Berlins Innovationsökosystem zu stärken, neue industrielle Kapazitäten aufzubauen und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

„Berlin ist der geeignete Standort für ein Innovationszentrum für Luft- und Raumfahrt und Verteidigung“, sagte Wegner. Angesichts globaler Krisen sei es wichtig, ein solches Zentrum in Berlin zu errichten und Investitionen gezielt zu unterstützen. „Unser Ziel ist es, Berlin zum Innovationsstandort Nummer eins zu entwickeln.“

IAI baut Drohnen und Raketenabwehrsysteme

Das israelische Unternehmen IAI entwickelt und produziert unter anderem zivile und Kampfflugzeuge, Drohnen und Raketen. Es ist bekannt für das Raketenabwehrsystem Arrow-3 und das autonome U-Boot BlueWhale. Zudem betreibt es Accelerator-Programme wie Catalyst, die jungen Start-ups helfen, sich zu etablieren und Investoren zu finden.

Berlin setzt große Hoffnungen in den Bereich Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und sieht dort großes Wachstumspotenzial, wie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey im April erklärte. In der Stadt gibt es nach ihren Angaben bereits rund 130 Unternehmen aus diesem Bereich sowie mehr als 400 Unternehmen, die an Dual-Use-Technik arbeiten. (mit dpa)

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