Fußball

Aues Hoffnung auf Nachrücken ist beendet – Veilchen spielen in der Regionalliga

Der DFB hat dem TSV Havelse die Lizenz für die 3. Liga erteilt. Damit wird der FC Erzgebirge Aue endgültig Regionalligist und kann seine Planungen in Ruhe abschließen.

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Erzgebirge Aue: Die Veilchen können ihren Blick nun voll auf die Regionalliga Nordost richten.

Erzgebirge Aue: Die Veilchen können ihren Blick nun voll auf die Regionalliga Nordost richten.

© Sven Sonntag/imago

Was der FC Erzgebirge Aue im Vorfeld schon vermutet hatte, ist nun besiegelt. Der DFB hat dem TSV Havelse am Donnerstagabend die Lizenz für die 3. Liga erteilt. Folglich spielt der ostdeutsche Fußballclub  in der Saison 26/27 in der Regionalliga-Staffel Nordost mit. Die Westsachsen wollen das Thema Drittliga-Startplatz, das in den vergangenen Tagen wegen des Zwangsabstiegs des TSV 1860 München aufgeploppt war, nun schnellstmöglich abhaken, um sich auf die neue Saison in der Regionalliga Nordost konzentrieren zu können.

Der DFB ließ sich am Donnerstag lange Zeit, bis er die Entscheidung verkündete, dass der TSV Havelse trotz des sportlichen Abstiegs auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen darf. Nach Ende des Zulassungsverfahrens ist nun auch offiziell, dass die „Löwen“ trotz ihrer sportlichen Qualifikation wegen nicht erfüllter wirtschaftlicher Bedingungen in die Regionalliga Bayern absteigen müssen.

Nach Angaben des DFB erhält der TSV Havelse als bestplatzierter sportlicher Absteiger (Rang 17) den frei gewordenen Startplatz in der 3. Liga. 1860 München beendete die Saison auf Rang acht, erhielt aber wegen des Streits mit Investor Hasan Ismaik keine Lizenz für die neue Spielzeit. Als Folge des Zwangsabstiegs kündigte der bayerische Traditionsclub den Kooperationsvertrag mit dem jordanischen Investor.

Weichen werden für die Staffel Nordost gestellt

Während beim TSV Havelse in Niedersachsen nach der Nachricht über den Drittliga-Verbleib Jubel ausbrach, machte sich im Erzgebirge nach der DFB-Entscheidung Ernüchterung breit. Der FCE hatte in der abgelaufenen Saison nach 38 Spieltagen lediglich einen Zähler weniger als die Niedersachsen auf dem Konto und wäre bei einer fehlenden Drittliga-Lizenz für Havelse nachgerückt.

Im FCE-Vorstand wird man nach der Unruhe der vergangenen Tage über die Minimalchance auf den Drittliga-Startplatz vielmehr erleichtert sein, dass man sich nun wieder voll auf die Aufgaben mit Blick auf die Regionalliga konzentrieren kann. „Wir haben uns ohnehin seit Wochen voll und ganz auf die Regionalliga konzentriert, somit ändert sich an unseren Planungen nichts. Es bleibt jedoch ein bitterer Beigeschmack, sowohl inhaltlich als auch zeitlich“, erklärt Vorstandschef Jens Haustein.

Somit werden im Erzgebirge weiterhin die Weichen für die Regionalliga Nordost gestellt. Mit Kapitän und Torjäger Marcel Bär (33) konnte der Vertrag verlängert werden, und mit Simon Skarlatidis (35) kehrt ein ehemaliger Auer Publikumsliebling von der SpVgg Unterhaching ins Lößnitztal zurück. Auch Torhüterlegende Martin Männel (38/über 600 Pflichtspiele für Aue) bleibt der Mannschaft erhalten – nicht mehr als Nummer eins, aber im Kreis der Keeper. Zudem konnte Aue mit Willi Kamm, Aurel Loubongo, Stylianos Kokovas und Patrick Kapp vier neue Spieler verpflichten.

Wegen des nun feststehenden Abstiegs des FC Erzgebirge Aue in die Regionalliga ist nun auch der Gang des ZFC Meuselwitz in die Oberliga besiegelt. Die Thüringer hätten nach der erneut verlorenen Relegation von Lok Leipzig als Tabellensechzehnter in die Oberliga absteigen müssen, bekamen aber noch einmal Hoffnung auf den Regionalliga-Verbleib, falls Aue den Startplatz in der 3. Liga behalten hätte.

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