Vor wenigen Tagen, am 6. Juni, wurde meine Mutter 100. Sie war also 15, als Deutschland und seine Verbündeten am 22. Juni 1941 die Sowjetunion überfielen. Sie lebte damals im ostpreußischen Trakehnen. In dem Gestüt, das als das bedeutendste des Deutschen Reiches galt, wurden seit 1732 Pferde für die Kavallerie gezüchtet. Ihr Vater arbeitete dort, seine Vorfahren waren aus Litauen eingewandert.
Zeitenwende
Lügen, Angst und Massenmord: Wo heute die Nato steht, begann der Nazi-Krieg im Osten
85 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion stehen heute deutsche Nato-Soldaten vor der Grenze Russlands und leisten einen „Beitrag zur Abschreckung“.
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Die Steinskulptur „Monumet Muzhestvo“ in Belarus erinnert an die Soldaten, die den deutschen Überfall abwehrten.
© Arkadij Schell/imago
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