Die medial aufgeladene Debatte um die DDR-Revue „Mokka-Hits und Milchbar-Träume“ des 42-jährigen Ostberliners Axel Ranisch an der Komischen Oper (aktuell im Schillertheater) zeigt abermals, wie umkämpft die Erinnerung an den DDR-Alltag bis heute ist. Zwischen Nostalgie, Kritik und historischer Einordnung entzünden sich immer wieder grundlegende Fragen danach, wie viel Leichtigkeit im Umgang mit einer vergangenen Diktatur erlaubt ist – und wo die Grenze zur Verharmlosung verläuft.
Schon vorab attestierte die Bild-Zeitung (in Unkenntnis des fertigen Stücks) Ranisch und dem Team hinter der Produktion eine „Verniedlichung der DDR“, womit sich die öffentliche Debatte frühzeitig zuspitzte und die künstlerische Arbeit in einen politischen Deutungskonflikt zog.
UPDATE
Ost-Perspektive
Frank Schöbel kontert Kritik an DDR-Revue: „Wir lassen uns unsere positiven Erinnerungen nicht nehmen“
An der Komischen Oper feierte Axel Ranischs „Mokka-Hits und Milchbar-Träume“ Premiere. Schon im Vorfeld wurde Ranisch „Verniedlichung der DDR“ unterstellt. Was sagt Frank Schöbel dazu?
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Ganz in seinem Element: Frank Schöbel mit Mikro auf der Bühne
© Hendrik Schmidt/dpa
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