Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erklärt, US-Präsident Donald Trump habe während des G7-Gipfels in Frankreich seine Haltung zum Ukraine-Krieg verändert. In einem Interview mit dem Fernsehsender France 2 sagte Macron, Trump sei mit der Überzeugung zum Gipfel gekommen, dass die Ukraine den Krieg verliere. Danach habe er seine Einschätzung geändert. Mehrere westliche Medien berichteten in den vergangenen Tagen ebenfalls von einer Annäherung der Positionen zwischen Washington und den europäischen Verbündeten.
Macron sprach von einer deutlichen Veränderung des amerikanischen Ansatzes. Nach seiner Darstellung habe Trump erkannt, dass Russland derzeit kein ernsthaftes Interesse an Friedensgesprächen zeige. Der französische Präsident erklärte, der US-Präsident habe dies inzwischen ähnlich eingeschätzt wie die europäischen Verbündeten.
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Westliche Medien berichten von Annäherung
Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf Teilnehmer des Gipfels berichtet, europäische Regierungschefs hätten den Eindruck gewonnen, dass sich Trumps Position in Richtung einer stärkeren Unterstützung Kiews verschoben habe. Auch Reuters berichtete, die G7-Staaten hätten eine Annäherung Washingtons an ihre Haltung im Ukraine-Krieg wahrgenommen. Trump selbst bezeichnete sein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj am Rande des Gipfels als „sehr gut“.
Der G7-Gipfel endete zudem mit einer gemeinsamen Erklärung, in der die Teilnehmer weitere Unterstützung für die Ukraine und zusätzlichen Druck auf Russland ankündigten. Beobachter werteten bereits die Tatsache, dass Trump die Abschlusserklärung mittrug, als Signal größerer Geschlossenheit innerhalb der Gruppe.
Die europäischen Staaten hatten den G7-Gipfel genutzt, um Trump von ihrer Sicht auf den Krieg zu überzeugen und für eine härtere Haltung gegenüber Moskau zu werben.
Kreml reagiert verärgert
Auch in Moskau wurden die Berichte aufmerksam verfolgt. Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte laut Reuters, europäische Staats- und Regierungschefs hätten Trump während des Gipfels vermutlich mit „schädlichen“ oder „nicht hilfreichen“ Ideen beeinflusst. Gleichzeitig betonte er, Trump sei ein starker Politiker, der sich letztlich eine eigene Meinung bilde.
Die Äußerungen gelten als ungewöhnlich offene Reaktion auf Spekulationen über eine mögliche Veränderung der US-Position. Nach Angaben des Kremls gab es seit dem Gipfel noch keine neuen Gespräche mit der Trump-Regierung.
Ukraine bleibt zentrales Thema
Trump hatte in den vergangenen Monaten mehrfach erklärt, Russland und die Ukraine müssten zu einer Einigung kommen. Während des G7-Gipfels äußerte er erneut den Wunsch nach einem Ende des Krieges und verwies auf die hohen Verluste beider Seiten. Nach dem Treffen führte er zudem weitere Gespräche mit Selenskyj und Macron.
Ob die von Macron beschriebene Veränderung der US-Haltung zu konkreten politischen Konsequenzen führt, bleibt offen. Die Aussagen des französischen Präsidenten sowie die Reaktionen aus Moskau zeigen jedoch, dass die Position Washingtons im Ukraine-Krieg nach dem G7-G
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