Filmkritik

Biopic „Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ mit Sandra Hüller: So gegenwärtig, wie Kunst nur sein kann

Die Dokumentarfilmerin Regina Schilling nähert sich gemeinsam mit Sandra Hüller der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Sie erzählen auch von heute. Die Kritik.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
6 Min
Sandra Hüller als Ingeborg Bachmann in einer Szene des Films „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ am Ufer des Tiber in Rom

Sandra Hüller als Ingeborg Bachmann in einer Szene des Films „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ am Ufer des Tiber in Rom

© Elliott Kreyenberg/Weltkino/dpa

Am Anfang des Romans „Malina“ von Ingeborg Bachmann steht ein Personenverzeichnis wie bei einem Theaterstück, es folgen Hinweise zu Zeit und Ort: heute, Wien. Dann heißt es: „Nur die Zeitangabe musste ich mir lange überlegen, denn es ist mir fast unmöglich, ‚heute‘ zu sagen, obwohl man jeden Tag ‚heute‘ sagt, ja sagen muss […]“

Der Satz ist hier nur anzitiert, er geht noch weiter, sein Beginn lässt sich aber nutzen, um über den Film „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ zu sprechen. Er beschäftigt sich mit einem vergangenen Leben. Er ist so gegenwärtig, wie Kunst nur sein kann.

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