Großbritannien

Keir Starmers Absturz: Zwischen Epstein-Affäre und leeren Versprechen

Er versprach den Briten Wandel, Wachstum und Stabilität. Weniger als zwei Jahre später ist Starmer politisch am Ende. Wer übernimmt nun die Führung Großbritanniens? Eine Analyse.

6 Min
Der britische Premierminister Keir Starmer ist offiziell zurückgetreten.

Der britische Premierminister Keir Starmer ist offiziell zurückgetreten.

© Martyn Wheatley/i-Images/imago

Downing Street 10 befindet sich erneut im Krisenmodus. Am Montag kündigte der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt als Regierungschef und Labour-Vorsitzender an. Es ist ein politisches Debakel nach nicht einmal zwei Jahren im Amt.

Als Starmer im Juli 2024 nach 14 Jahren konservativer Regierung die Macht an der Themse übernahm, versprach er Stabilität, Reformen und einen wirtschaftlichen Neuanfang für Großbritannien. Mit seinen sogenannten Five Missions – Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Energie sowie Sicherheit – wollte der Sozialdemokrat das Vereinigte Königreich aus der jahrelangen Krisenstimmung führen. Das Wahlprogramm trug nicht zufällig den Titel „Change“ (Veränderung).

Doch der versprochene Aufbruch blieb für viele Wähler aus. Das Wirtschaftswachstum enttäuschte, die Lebenshaltungskosten blieben hoch und die Steuerpolitik der Regierung sorgte für wachsenden Unmut.

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