Erstmals sind indische Staatsangehörige die drittgrößte ausländische Gruppe in Berlin. Ende 2025 lebten nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 43.399 von ihnen in der Stadt, 6561 mehr als ein Jahr zuvor (+18 Prozent).
Damit zogen sie an polnischen und syrischen Staatsangehörigen vorbei. Größer sind nur noch zwei Gruppen: türkische Staatsangehörige (91.616) und ukrainische (61.885).
Insgesamt leben in Berlin Menschen aus 194 Nationen. Die ausländische Bevölkerung wuchs 2025 um 4136 auf 833.213 Personen.
Berlin wächst nur noch durch Zuzug
Der indische Zuwachs passt in ein größeres Bild. Berlin hat 2025 die Marke von 3,7 Millionen geknackt: 3.700.577 Menschen, 15.312 mehr als im Vorjahr.
Das Wachstum ist allerdings komplett geliehen. Schon im vierten Jahr in Folge starben in der Stadt mehr Menschen, als geboren wurden, ein Defizit von 4345 Personen. Erst der Wanderungsgewinn von 19.699 Menschen dreht die Bilanz ins Plus.
Eine zweite Wende: Die Zahl der Deutschen stieg erstmals seit acht Jahren wieder, um 11.176 auf 2.867.364. Rund 77 Prozent der Berliner haben einen deutschen Pass, rund 23 Prozent einen ausländischen.
Treptow-Köpenick boomt und wird jünger
Am stärksten zugelegt hat ein Bezirk im Südosten. Treptow-Köpenick wuchs um 4879 Menschen (+1,7 Prozent), so kräftig wie kein anderer.
Auffällig: Treptow-Köpenick ist einer der wenigen Bezirke, in denen das Durchschnittsalter gesunken ist – auf 43,4 Jahre. Berlinweit liegt es unverändert bei 42,8 Jahren.
Geschrumpft sind 2025 nur Reinickendorf (-3075 Personen; -1,2 Prozent) und Steglitz-Zehlendorf (-704; -0,2 Prozent). Es sind zugleich die ältesten Bezirke der Stadt.
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