Das Chaos brach am späten Dienstagabend über Deutschland herein. Weil das digitale Bahnfunksystem GSM-R sowie dessen Rückfallebene ausfielen, war bundesweit stundenlang kein Zugverkehr mehr möglich. „Das haben wir noch nicht erlebt“, sagte Andreas Splawski, Betriebsratsvorsitzender der S-Bahn Berlin GmbH, am Mittwoch. Zu dem Totalausfall kam es, weil ein Technik-Update fehlschlug.
Mittwochfrüh lief der Bahnverkehr wieder an. Zwar gab es auch bei der S-Bahn Berlin zunächst noch Ausfälle. Aber am Vormittag hatte sich die Verkehrslage größtenteils normalisiert. „Wir rollen“, teilte ein Sprecher des größten Berliner Tochterunternehmens der Bahn mit.
Ebenfalls am Mittwoch wurde erste Kritik laut. „Die Bahn muss robust und krisenfest funktionieren. Bund und Bahn sind jetzt in der Pflicht, die Störung technisch umfassend aufzuarbeiten und die Infrastruktur so zu ertüchtigen, dass sich ein solcher Totalausfall nicht wiederholt“, forderte der Brandenburger Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD). Doch Experten sind skeptisch, ob das tatsächlich gelingt.
Chaos bei der DB
„Total irre“: Das ist die Ursache des langen Totalausfalls bei der Bahn
Beim bislang größten IT-Notfall bei der DB standen auch in Berlin alle Züge still. Kann das wieder passieren? Eisenbahner erklären, wo die Probleme liegen.
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Stillstand im Berliner Hauptbahnhof: Auch Regionalzüge konnten am Dienstagabend nicht mehr fahren. Viele Reisende strandeten.
© Olaf Wagner
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