Rüstungsindustrie

Drohnen für die Bundeswehr: Berliner Start-up Stark Defence jetzt 3,2 Milliarden Euro wert

Internationale Geldgeber stecken eine halbe Milliarde Euro in das junge Unternehmen. Damit verdreifacht sich dessen Bewertung binnen kurzer Zeit.

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Bundeskanzler Friedrich Merz lässt sich eine Kamikaze-Drohne des Rüstungs-Start-ups Stark Defence erklären.

Bundeskanzler Friedrich Merz lässt sich eine Kamikaze-Drohne des Rüstungs-Start-ups Stark Defence erklären.

© IMAGO/Björn Trotzki

Das Berliner Rüstungs-Start-up Stark Defence hat in einer neuen Finanzierungsrunde eine halbe Milliarde Euro von internationalen Investoren erhalten. Damit steigt die Bewertung des erst vor zwei Jahren gegründeten Unternehmens auf mehr als 3,2 Milliarden Euro.

Das teilte Stark Defence am Dienstagabend mit. Die Bewertung von rund 3,2 Milliarden Euro erfuhr das Handelsblatt nach eigenen Angaben von Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind. Das entspreche in etwa einer Verdreifachung im Vergleich zur vorherigen Bewertung.

Den Großteil der neuen Mittel will das Unternehmen nach eigenen Angaben in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau der Produktion investieren. Insgesamt hat Stark Defence seit der Gründung rund 640 Millionen Euro eingesammelt. Die Firma ist eigenen Angaben zufolge in fünf Ländern präsent und verfügt über mehr als 20.000 Quadratmeter Produktionsfläche.

Auftrag der Bundeswehr für Kamikazedrohnen

Im Frühjahr hatte Stark Defence gemeinsam mit dem Wettbewerber Helsing und dem Rüstungskonzern Rheinmetall einen Auftrag im Volumen von 270 Millionen Euro erhalten. Dabei geht es um die Produktion sogenannter Kamikazedrohnen für die Bundeswehr. Diese unbemannten Flugkörper, im Fachjargon auch Loitering Munition genannt, kreisen über einem Zielgebiet und schlagen anschließend in ein Ziel ein.

Stark liefert dafür laut Firmenangaben die Drohne Virtus, die eine Reichweite von mehr als 130 Kilometern und eine Flugzeit von bis zu 90 Minuten habe. Noch in diesem Jahr sollen nach Plänen der Bundeswehr weitere Aufträge für Loitering Munition vergeben werden, wie das Handelsblatt berichtete.

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