Die Deko-Kette Depot hat die Schließung von drei Berliner Filialen angekündigt. Betroffen sind die Standorte in der Wiltbergstraße in Pankow, in der Marzahner Promenade im Eastgate sowie in der Bahnhofstraße im Forum Köpenick. Das geht aus einer auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlichten Liste hervor. Insgesamt trennt sich das Unternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim von 66 seiner 155 Filialen, von denen man sich „schweren Herzens in Kürze verabschieden“ müsse, ohne ein genaues Datum zu nennen.
Alle neuen Bundesländer von Schließungen betroffen
Neben Berlin ist auch der Osten Deutschlands von der Schließungswelle deutlich betroffen. In Sachsen verlieren Dresden mit dem Standort in der Altmarkt-Galerie sowie Leipzig mit zwei Filialen – im Paunsdorf-Center und in der Grimmaischen Straße – ihre Depot-Geschäfte. Auch in Zwickau wird der Standort in der Inneren Plauenschen Straße aufgegeben.
In Sachsen-Anhalt schließen die beiden Magdeburger Filialen im Börde Park und im Allee-Center sowie Standorte in Halle, Wittenberg und im Günthersdorfer Einkaufszentrum Nova Eventis, zudem der Standort im Nordharz-Center Blankenburg.. In Thüringen sind die Filialen in Erfurt am Anger und in Gera in den Arcaden betroffen.
Brandenburg verliert ebenfalls mehrere Geschäfte: in Brandenburg an der Havel, im Havelpark in Dallgow, in Cottbus, in den Bahnhofspassagen Potsdam, in Ludwigsfelde und in Wildau. In Mecklenburg-Vorpommern schließt die Filiale am Schweriner Marienplatz.
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Zweite Depot-Insolvenz binnen zwei Jahren
Die GDC Deutschland GmbH, zu der Depot gehört, hatte Mitte Mai beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Es ist bereits das zweite Insolvenzverfahren binnen zwei Jahren. Vor einigen Jahren betrieb Depot nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur noch rund 400 Standorte.
Geschäftsführer Christian Gries hatte der dpa im Mai gesagt: „Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten.“ Als Gründe für die erneute Schieflage nannte er Zölle, die wachsende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Die Gehälter der rund 1200 Beschäftigten sollen über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert werden.
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