Kommentar

Bitteres Ende eines Mythos: Warum das DFB-Aus gegen Paraguay historisch schmerzt

Das Ende einer Gewissheit: Erstmals verliert das DFB-Team ein WM-Elfmeterschießen. Das bittere Aus gegen Paraguay zerstört den letzten großen deutschen Mythos.

Nils Malzahn Christian Kattner
4 Min
Überzeugung während eines Elfmeterschießens sieht anders aus: Die deutsche Nationalmannschaft hat erstmals bei einer Weltmeisterschaft ein Elfmeterschießen verloren.

Überzeugung während eines Elfmeterschießens sieht anders aus: Die deutsche Nationalmannschaft hat erstmals bei einer Weltmeisterschaft ein Elfmeterschießen verloren.

© Markus Fischer/Imago

Bis zur Nacht von Montag auf Dienstag gab es diese Gewissheit, dass ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft für Deutschland keine Lotterie ist, sondern fast schon ein Naturgesetz. Wenn ein K.o.-Spiel nach 120 Minuten keinen Sieger gefunden hatte, gewann am Ende die deutsche Nationalmannschaft.

Viermal musste Deutschland bei Weltmeisterschaften ins Elfmeterschießen – viermal setzte sich die DFB-Auswahl durch und hatte bei den Gegnern für Schrecken gesorgt. Dieser Mythos gehörte zu den letzten verbliebenen Gewissheiten des deutschen Fußballs. Nach dem Aus gegen Paraguay ist auch der Nimbus der im Elfmeterschießen unbesiegbaren Deutschen Geschichte.

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