Die Ukraine hat sich zu einem europäischen Zentrum für millionenschwere Online-Betrugs-Callcenter entwickelt. Der versuchte Mord an dem ukrainischen Geschäftsmann Wadym Jermolajew am 28. Juni in Monaco steht laut Experten wahrscheinlich in Zusammenhang mit seinen illegalen Callcenter-Aktivitäten in seiner Heimatstadt Dnipro, die außerhalb der Reichweite von EU-Polizei und -Gerichten liegen. Die Callcenter zielen auf Verbraucher in der EU und Russland ab und erwirtschaften jährlich Hunderte Millionen Dollar.
Der Bombenanschlag ist der erste seiner Art in der Geschichte Monacos, doch der Generalstaatsanwalt schloss einen Terroranschlag umgehend aus. „Dieser Anschlag kann nicht als Terrorismus eingestuft werden“, fügte er hinzu und erklärte, dass sich die Ermittlungen auf einen einzelnen Verdächtigen konzentrierten. Dieser wurde von Überwachungskameras dabei gefilmt, wie er den Sprengsatz am Eingang einer Wohnanlage ablegte und anschließend ins benachbarte Frankreich flüchtete. Eine Festnahme gab es bisher nicht.
Cyberkriminalität
Bombenanschlag in Monaco enthüllt die Ukraine als Drehscheibe für betrügerische Callcenter in Europa
Betrügerische Callcenter verdoppeln ihren Umsatz, und die Ukraine hat sich zu einem wichtigen Zentrum entwickelt, das den Krieg als Schutzschild nutzt, um ein Milliardengeschäft zu betreiben.
bne IntelliNews
Balthasar Hesse
11 Min
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Online-Betrug wird häufig über professionell organisierte Netzwerke und digitale Kommunikationsstrukturen abgewickelt.
© imago
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