DDR-Filmgeschichte

Der irre erste Sci-Fi-Film der DDR: Zwölf Drehbücher und tonnenweise Leim

1960 hielt eine West-Berliner Zeitung eine Defa-Filmkulisse für eine echte DDR-Rakete. Die Geschichte hinter dem ersten Sci-Fi-Film des Ostens.

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Mit diesem Plakat bewarb der US-Verleih 1962 die gekürzte Fassung „First Spaceship on Venus“ – die Hiroshima-Bezüge des Defa-Originals fehlten darin komplett.

Mit diesem Plakat bewarb der US-Verleih 1962 die gekürzte Fassung „First Spaceship on Venus“ – die Hiroshima-Bezüge des Defa-Originals fehlten darin komplett.

© Courtesy Everett Collection/Imago

Im Sommer 1959 vermeldete eine West-Berliner Tageszeitung eine Sensation: Auf dem Flugplatz Johannisthal stehe die erste in der „Sowjetzone“ gebaute Rakete. Wenige Tage später platzte die Meldung: Das silberne Ungetüm war eine Filmkulisse, das Raumschiff „Kosmokrator“ aus dem ersten Science-Fiction-Film der DDR.

„Der schweigende Stern“ kam am 26. Februar 1960 in die DDR-Kinos und war ein Kraftakt, wie ihn die Defa noch nicht gestemmt hatte. Der bis dahin teuerste Film des Landes kostete rund 5,75 Millionen DDR-Mark – Farbe, Breitwand, Vierkanalton. Der Westen drehte Heimatschnulzen, der Osten flog zur Venus.

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