Manche werden mit Talent geboren, andere mit Glück. Kater Toby aus Michigan kam mit etwas zur Welt, das ihm jetzt einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde beschert hat: 28 Zehen.
Zum Vergleich: Eine gewöhnliche Hauskatze hat 18. Fünf an jeder Vorderpfote, vier an jeder Hinterpfote. Toby liegt also satte zehn Zehen über dem Standard – Weltrekord, wie Guinness World Records offiziell mitteilte.
Das Kuriose daran: Der Kater ist gerade einmal zehn Monate alt. Für seinen Titel musste er nichts können, nur sein. Damit zieht er gleich mit dem bisherigen Rekordhalter Jake aus Kanada, der die Bestmarke von 28 Zehen bereits 2002 aufgestellt hatte. Jake starb 2024 – nun trägt Toby das flauschige Erbe weiter.
„Ich konnte nicht glauben, was ich sah“
Selbst Tobys Besitzerin Delaney Henderson war überwältigt, als sie die Pfoten ihres Kätzchens zum ersten Mal genauer betrachtete. „Ich konnte wirklich nicht glauben, was ich da sah“, erzählte sie in einer Mitteilung von Guinness World Records.
Dabei ist Henderson eigentlich Expertin in Sachen Extra-Zehen. Auch Tobys Katzenschwester Connie hat an den Vorderpfoten je einen Zeh zu viel. „Mit den zusätzlichen Daumen hatte ich gerechnet – aber auf Tobys Pfoten konnte mich nichts vorbereiten“, so Henderson.
Was hinter den Extra-Zehen steckt
Das Phänomen hat einen Namen: Polydaktylie. Dahinter steckt eine Genmutation, die dominant vererbt wird. Heißt: Schon ein Elternteil mit der Anlage reicht, damit der Nachwuchs mit hoher Wahrscheinlichkeit zusätzliche Zehen bekommt.
Die Extra-Zehen können an der Innen- oder Außenseite der Pfote wachsen, mal einzeln, mal im Doppelpack. Gesundheitliche Folgen hat das in der Regel nicht. Auch Toby tobt, klettert und schläft wie jede andere Katze – nur eben mit deutlich mehr rosa Ballen.
Berühmtester Fan der Vielzeher war übrigens Ernest Hemingway: Auf dem Anwesen des Schriftstellers in Key West leben bis heute Dutzende Nachfahren seiner polydaktylen Katzen. In den USA nennt man die Tiere deshalb auch „Hemingway Cats“.
Toby ist in guter Gesellschaft
Der Rekord-Kater reiht sich ein in eine illustre Riege tierischer Kuriositäten. 2024 wurde Kater Audio aus Tennessee berühmt, weil er vier Ohren hat. Und Rüde Narwhal begeisterte 2019 das Netz mit einem Schwanz, der ihm mitten auf der Stirn wächst – funktionslos, aber unbestreitbar einzigartig.
Toby dürfte das alles egal sein. Er hat schließlich alle Pfoten voll zu tun.
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