Bei einem Großeinsatz in Bentwisch vor den Toren Rostocks wurden am Sonntagnachmittag drei Feuerwehrleute verletzt. Die Kameraden wurden zu einem Brand gerufen, weil der Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage qualmte. Als sie eintrafen, gab es eine heftige Explosion.
Kameraden wurden durch Druckwelle weggeschleudert
Wie die Polizei mitteilte, riefen Anwohner gegen 16 Uhr die Feuerwehr, weil sie bemerkt hatten, dass aus einem Anbau auf einem Privatgrundstück Rauch kam. Die Bentwischer Feuerwehr rückte aus und betrat den als Werkstatt genutzten Anbau, um mit der Erkundung beziehungsweise mit den Löscharbeiten zu beginnen. Dabei untersuchten sie den Batteriespeicher einer Photovoltaikanlage, aus dem der Qualm offenbar kam. Genau in dem Moment gab es eine heftige Explosion, bei der drei Feuerwehrleute aufgrund der Druckwelle einige Meter weit weggeschleudert wurden.
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Das massiv gebaute Gebäude lag daraufhin in Schutt und Asche. Überall verteilten sich Trümmerteile. Die drei Verletzten kamen umgehend in ein Krankenhaus. Sie sollen nach ersten Aussagen der Polizei leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten haben. Zwei Seelsorger mussten sich um mehrere Kameraden der Bentwischer Feuerwehr kümmern, weil diese einen Schock aufgrund des Vorfalls erlitten hatten.
Akkus jetzt in großer Wanne mit Wasser
Während der Unglücksort nach der Explosion abgesperrt wurde, rückte ein Bagger mit einer großen Wanne an. Diese wurde mit Wasser gefüllt und die explodierten Akkus darin gelagert, um eine weitere chemische Reaktion zu verhindern.
Mehrere Feuerwehrleute erlitten bei dem Einsatz in Bentwisch bei Rostock einen Schock.
© Stefan Tretropp
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Dabei muss nun geprüft werden, warum es zu einem Defekt am Batteriespeicher der Photovoltaikanlage kam. Der entstandene Sachschaden beträgt rund 40.000 Euro. Am Unglücksort verschafften sich auch Bentwischs Bürgermeister Ralf Will sowie dessen Stellvertreter einen Überblick und zeigten sich geschockt.
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