Journalismus

Warum Markus Lanz und Dunja Hayali im Umgang mit der AfD an ihre Grenzen stoßen

TV-Journalisten kämpfen mit neuen Herausforderungen. Bisherige Strategien versagen. Der ÖRR muss raus aus dem Schützengraben.

8 Min
Dunja Hayali: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk scheitert zunehmend an der AfD.

Dunja Hayali: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk scheitert zunehmend an der AfD.

© Patrick Pleul/dpa

Wir haben gerade zwei Abende im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erlebt, die belegen, wie ein politisierter Medienapparat einen falsch verstandenen Kampf gegen eine immer weiter erstarkende politische Kraft verliert. Da saß zum einen die gerade wiedergewählte Co-Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, im ZDF-Studio Dunja Hayali gegenüber. Im anderen Fall bat Markus Lanz den sachsen-anhaltinischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund an seinen Tisch. Zwei Formate, zwei Handschriften, ein gemeinsamer Befund: Die konfrontative Interviewstrategie, die im deutschen Fernsehjournalismus seit Jahren als Königsweg im Umgang mit der AfD gilt – sozusagen als Pendant zur Brandmauer in der Politik –, hat ihre Grenzen erreicht. Womöglich hat sie diese Grenzen sogar bereits überschritten.

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