Wir haben gerade zwei Abende im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erlebt, die belegen, wie ein politisierter Medienapparat einen falsch verstandenen Kampf gegen eine immer weiter erstarkende politische Kraft verliert. Da saß zum einen die gerade wiedergewählte Co-Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, im ZDF-Studio Dunja Hayali gegenüber. Im anderen Fall bat Markus Lanz den sachsen-anhaltinischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund an seinen Tisch. Zwei Formate, zwei Handschriften, ein gemeinsamer Befund: Die konfrontative Interviewstrategie, die im deutschen Fernsehjournalismus seit Jahren als Königsweg im Umgang mit der AfD gilt – sozusagen als Pendant zur Brandmauer in der Politik –, hat ihre Grenzen erreicht. Womöglich hat sie diese Grenzen sogar bereits überschritten.
Journalismus
Warum Markus Lanz und Dunja Hayali im Umgang mit der AfD an ihre Grenzen stoßen
TV-Journalisten kämpfen mit neuen Herausforderungen. Bisherige Strategien versagen. Der ÖRR muss raus aus dem Schützengraben.
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Dunja Hayali: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk scheitert zunehmend an der AfD.
© Patrick Pleul/dpa
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