Sepp Blatter ist empört. Rote Karten, teilt der 90-Jährige mit, würden nach klaren Regeln und durch unabhängige Instanzen aufgehoben, nicht per politischer Intervention. „Quo vadis, Fifa?“, fragt er. Der Fußball dürfe „nie zum Spielball der Politik werden“.
Moment. Sepp Blatter? Der Sepp Blatter?
Der Mann, unter dessen Präsidentschaft die WM 2018 an Wladimir Putin und die WM 2022 an Katar ging? Der vier Jahrzehnte im Maschinenraum der Fifa saß, erst als Generalsekretär, dann als Präsident, bis 2015 frühmorgens im Zürcher Nobelhotel Baur au Lac die Handschellen klickten? Nicht bei ihm, aber bei reihenweise Funktionären seines Systems.
Genau der.
Kommentar
Ausgerechnet Sepp Blatter: Warum der alte Fifa-Imperator jetzt lieber schweigen sollte
Sepp Blatter kritisiert Gianni Infantino für den Balogun-Deal mit Trump. Ausgerechnet er. Warum der Ex-Fifa-Boss eigentlich applaudieren müsste.
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Empörter Blick: Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter (90) kritisiert seinen Nachfolger Gianni Infantino scharf.
© IMAGO/Eurasia Sport Images
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