Mehrere Städte und Institutionen aus Ostbrandenburg haben sich mit einem Appell an die Deutsche Bahn gewandt, um die Auswirkungen der geplanten Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin-Frankfurt (Oder) für Pendler zu begrenzen. Auf der Ost-West-Achse verkehrt die stark genutzte Regionalbahnlinie RE1.
Für 2029 ist eine umfangreiche Modernisierung der Verbindung vorgesehen. „Eine sich über Monate hinziehende Vollsperrung hätte täglich unzumutbare Belastungen für zehntausende Berufspendler, Studierende, Schülerinnen und Schüler zur Folge“, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Insbesondere würde dies die wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region akut gefährden.
Dem Appell schlossen sich nach eigenen Angaben unter anderem die Städte Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt sowie der Landkreis Oder-Spree an. Auch die Europa-Universität Viadrina, das Klinikum in Frankfurt (Oder) und die IHK Ostbrandenburg unterstützen die Forderung.
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Ruf nach eingleisigen Arbeiten
Die Unterzeichner appellieren an die Deutsche-Bahn-Tochter DB InfraGo, die Generalsanierung der Pendlerstrecke zwischen Berlin-Ostbahnhof und Frankfurt (Oder) „unbedingt wirtschaftsnah sowie fahrgastfreundlicher“ zu gestalten. Die Arbeiten sollten nur eingleisig ausgeführt werden. Zudem müsse es vorab verbindliche Verträge mit Busunternehmen geben, um Qualität und Kontinuität des Schienenersatzverkehrs zu sichern.
Bahn prüft Umfang der Arbeiten
Von einer kompletten Sperrung spricht die Deutsche Bahn inzwischen nicht mehr. „Der genaue Umfang der Arbeiten wird zurzeit noch geprüft. Untersucht werden dabei auch entsprechende Sperrpausen“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Ursprünglich war von einer neunmonatigen Sperrung die Rede gewesen.
Für 2029 sei unter anderem vorgesehen, Weichen und Gleise zu erneuern sowie Stellwerke neu zu bauen. Nach Angaben der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH nutzen rund 60.000 Menschen den RE1 täglich. (mit dpa)
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