Die USA und mehrere europäische Verbündete wollen die Herstellung moderner Lenkflugkörper vom Typ AMRAAM gemeinsam ausweiten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten am Rande des Nato-Gipfels in Ankara Vertreter aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Norwegen, Kanada, Belgien und Finnland.
Das gab der US-Unterstaatssekretär für Beschaffung, Michael P. Duffey, auf dem Rüstungsforum des Gipfeltreffens bekannt. Zudem unterzeichneten der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und der US-Hersteller Lockheed Martin eine Absichtserklärung zur Produktion von Raketen in Deutschland.
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Rheinmetall und US-Rüstungskonzern wollen gemeinsam produzieren
Die AMRAAM (Advanced Medium-Range Air-to-Air Missile) ist ein von Flugzeugen abgefeuerter Lenkflugkörper mittlerer Reichweite zur Bekämpfung von Luftzielen. Das Waffensystem gilt in den Streitkräften westlicher Staaten wie auch die Flugabwehrraketen des Patriot-Systems als knappes Gut.
Parallel zu dem AMRAAM-Vorhaben soll nach Angaben Duffeys ein Wartungszentrum für PAC3-Lenkflugkörper des Flugabwehrsystems Patriot in Europa entstehen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben Vertreter aus Deutschland, Polen, den Niederlanden und Schweden. In welchem Land das Zentrum errichtet wird, ist nach Duffeys Worten noch nicht entschieden. Seine Regierung sei zudem für eine Ausweitung der PAC3-Produktion über die Vereinigten Staaten hinaus offen, sagte der US-Unterstaatssekretär.
Ebenfalls in Ankara unterzeichneten der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall und der US-Hersteller Lockheed Martin eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Fertigung von Kurzstreckenraketen des Typs ATACMS am Rheinmetall-Standort Unterlüß in Niedersachsen. Es wäre nach Unternehmensangaben die erste Produktionsstätte für diese Boden-Boden-Raketen außerhalb der USA.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger erklärte, mit dem Aufbau der ATACMS-Produktion in Unterlüß würden „neue Fähigkeiten für Deutschland und Europa“ geschaffen und die verteidigungspolitische Autonomie gestärkt.
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